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Uetersener Nachrichten

07. Dezember 2016 | 21:16 Uhr

Liebhaberei oder wichtig? Sauna bleibt!

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

PolitikDie CDU war für die Schließung

Wenn ein Unternehmen über Jahre hinweg keine Gewinne erwirtschaftet und dabei auch noch regelmäßig hohe Kosten geltend macht, dann spricht das Finanzamt von „Liebhaberei“. Die Sache wird also betrieben, weil es dem Betreiber Spaß macht, nicht, damit er Geld damit verdienen kann. Dann ist der steuerliche Vorteil futsch.

Von Liebhaberei sprachen am Donnerstagabend auch die Vertreter der CDU-Fraktion im Rathaus, als sie sich mit dem Thema Sauna befassten. Die städtische Einrichtung an der Jürgen-Frenzel-Schwimmhalle sei erstens in die Jahre gekommen und zweitens stark defizitär. Zudem wird sie nur noch von wenigen genutzt, wurde argumentiert. Die Verwaltung hatte den Politikern daher schon vor geraumer Zeit vorgeschlagen, die Sauna per sofort zu schließen. Die Christdemokraten wollten diesem Wunsch folgen, bissen bei ihrem Vorhaben jedoch auf Granit. Denn SPD, Grüne und BfB wollten sich nicht von diesem besonderen Angebot für Uetersener Bürger trennen, das für kleines Geld besucht werden könne, wollten aber dennoch sparen. Die SPD hatte daher einen Antrag gestellt und eine Saisonsauna vom 1. Oktober bis zum 30. Mai angeregt. Und der Montag soll generell als Öffnungstag fallen. Anne-Christin Speichert (SPD) konterte dabei den CDU-Begriff „in die Jahre gekommen“ mit der Vokabel „retro“. Vor dem Charme der 1960er Jahre müsse man sich nicht fürchten.

Da es bei dem Tagesordnungspunkt nicht alleine um Einsparpotenziale bei der Sauna, sondern auch beim Hallenbad ging, wurde durch die SPD ferner angeregt, Kleinkindern freien Eintritt in die Jürgen-Frenzel-Schwimmhalle zu gewähren. Neubürger sollten zudem mit einer Freikarte für das Hallenbad begrüßt werden. Den Anträgen folgten die Fraktionen von BfB und Grünen.

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erstellt am 19.Nov.2016 | 17:47 Uhr

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