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Uetersener Nachrichten

11. Dezember 2016 | 07:18 Uhr

Liebe zu Natur, Jagd und Brauchtum

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

JagdhornbläserDie Tornescher Gruppe ist seit 1964 fester Bestandteil der Kreisjägerschaft / Interessierte sind stets willkommen

Früher war das Blasen von Jagdhornsignalen wie „Aufbruch zur Jagd“, „Sammeln der Jäger“, „Fuchs tot“ oder „Jagd vorbei und Halali“ das einzige Mittel zur Verständigung über lange Distanzen bei der Jagd. Heute erfolgt die notwendige Kommunikation über Handy, doch die Jagdhornsignale zur Jagd und zu Ehren des erlegten Wildes sind ein fester Bestandteil der Jagdkultur und der Pflege jagdlichen Brauchtums.

In Tornesch besteht seit 1964 eine Jagdhornbläsergruppe als Teil der Kreisjägerschaft. Zu den noch aktiven Gründungsmitgliedern gehört der ehemalige Esinger Schulleiter Jürgen Jungclaussen. Mit 81 Jahren ist er auch das älteste aktive Mitglied. Aktuell gehören der Gruppe 19 Männer und drei Frauen an. 17 von ihnen sind langjährige Jagdhornbläser, wie auch der Jüngste in der Gruppe, der 33-jährige Tim Grünwald, der bereits als Kind mit dem Jagdhornblasen begonnen hat. Die Gruppenmitglieder kommen aus unterschiedlichen Orten der Region und arbeiten in unterschiedlichsten Berufen, aber sie verbindet die Liebe zur Natur, zur Jagd und zur Pflege des jagdlichen Brauchtums.

Die meisten von ihnen sind Jäger und darüber zum Jagdhornblasen gekommen. So wie Jungjäger Johann Rasmus Korff. Er hat im Mai seine Jägerprüfung absolviert und erlernt nun in der Anfängergruppe das Jagdhornblasen. „Man braucht schon Übung, um aus einem Jagdhorn einen Ton herauszubekommen. Aber auch versierte Spieler müssen die Lippenmuskeln regelmäßig trainieren“, so Gruppenleiterin Simone Freyermuth. Die 43-Jährige spielt seit 32 Jahren Jagdhorn.


Jeden Mittwoch wird gemeinsam geübt


Aber auch Nicht-Jäger gehören der Gruppe an. Alle kommen jeden Mittwochabend zum Üben zusammen. Wenn Auftritte im Rahmen der Kreisjägerschaft, bei Jagd- und Angelmessen, bei Stadt- und Erntedankfesten oder die Teilnahme an Wettbewerben anstehen, werden zusätzliche Übungsabende angesetzt. Über Jahrzehnte bildete der Saal im Hotel Krögers Gasthof den Probenort. Nach Schließung des Gasthofes haben die Jagdhornbläser nach zwei Zwischenstationen seit fast einem Jahr im Vereinsheim der Schützen ihr neues Probendomizil. „Es ist schwierig für uns, einen Treffpunkt zu finden, denn das Hornblasen ist nun einmal laut. Wir sind den Schützen daher sehr dankbar. Uns verbindet die Traditionspflege“, so Simone Freyermuth.

Beim Einstudieren von Wildsignalen und konzertanten Stücken für Auftritte oder die Teilnahme an Wettbewerben im Jagdhornblasen wird die Tornescher Gruppe von einem Profimusiker, dem Hornisten und Dirigenten Frank Engelke, unterstützt. Er hat auch eigens für die Gruppe Stücke komponiert. Die Tornescher sind im Spiel der großen Naturhörner (Parforcehörner) mit den tiefen Tönen und im Spiel der kleinen, höher klingenden Naturhörner (Fürst-Pless-Hörner) versiert und schneiden bei Wettbewerben gut ab. Seit März spielen sie auch auf Ventilhörnern und belegten in dieser Sonderkategorie beim Landesjagdhornbläserwettbewerb den dritten Platz.

Interessierte, ob Jäger oder Nichtjäger, ob mit oder ohne Notenkenntnisse, sind bei den Tornescher Jagdhornbläsern sehr willkommen. Für Fragen steht Simone Freyermuth gerne unter Telefon (01  72)  99  62  683 zur Verfügung. Beim Königsfrühstück der Schützen am 25. September werden die Jagdhornbläser zu hören sein.

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erstellt am 22.Aug.2016 | 17:52 Uhr

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