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Uetersener Nachrichten

10. Dezember 2016 | 19:36 Uhr

Klares Plus bei Investitionen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Kreis Pinneberg. Die Nachfrage nach den Förderprodukten der 2003 gegründeten Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) ist im vergangenen Jahr erneut stark angestiegen. Durch die Niedrigzinspolitik bleibt die Investitionsbereitschaft auf hohem Niveau, was insbesondere in der Baubranche zu spüren war.

„Insgesamt flossen in die Hamburger Umlandkreise Steinburg, Segeberg, Pinneberg und Stormarn Fördermittel der IB.SH in Höhe von 619 Millionen Euro“, sagte Vorstandsvorsitzender Erk Westermann-Lammers gestern und sprach von dem bisher besten Ergebnis seines Unternehmens. Auch 2014 wurde mit 547 Millionen Euro bereits ein Top-Ergebnis erzielt. Die Mittel flossen als Förderkredite in den Bau und die Sanierung von Immobilien, für Investitionen in die mittelständische Wirtschaft, in die Kommunen zur Stabilisierung öffentlicher Haushalte sowie in die Förderung von Arbeitsmarkt- und Strukturmaßnahmen wie das Meister-Bafög.

Investitionsstärkster Bereich ist die Bauwirtschaft. Hier stieg die Fördersumme im Kreis Pinneberg von 92 Millionen in 2014 auf 111 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr. „Der Bauboom hat die Wirtschaft in nahezu allen Bereichen beflügelt und in vielen Branchen zu einer sehr guten Beschäftigungslage geführt“, sagte der IB.SH-Vorstandschef.

Mit den Fördermitteln wurden der Bau von 177 neuen sowie die Sanierung von 46 bestehenden Wohnungen im Kreis Pinneberg unterstützt. Darüber hinaus hat die IB.SH gemeinsam mit den Hausbanken 839 Familien zu Wohneigentum verholfen (2014: 739). Auch die Mittel für die Städtebauförderung waren stark nachgefragt. Im Kreis Pinneberg flossen sechs Millionen Euro in den Elmshorner Stadtumbau West.

Im Bereich der Wirtschaftsförderung wurden Kredite für Investitionen weniger nachgefragt als noch im Vorjahr. Als Grund nannte Westermann-Lammers die gestiegene Eigenkapitaldecke vieler Unternehmen, die es ihnen ermögliche, Investitionen aus eigener Tasche zu finanzieren. Dagegen ist die Nachfrage nach den IB.SH-Mikrokrediten zur Förderung von Unternehmensgründungen unverändert groß. Mit dem Geld werden Existenzgründer unkompliziert und schnell unterstützt, so lange eine Kreditsumme von 25000 Euro nicht überschritten wird. „Allein im Kreis Pinneberg nutzten fünf Gründerinnen und Gründer den IB.SH-Mikrokredit für den Weg in die Selbstständigkeit“, sagte der Banker.

Gute Nachrichten gibt es aus dem Bereich des Meister-Bafögs. 314 Arbeitnehmer und Selbstständige erhielten eine Bewilligung. Zum 1. August werden die Förderbeträge angehoben und der Name in „Aufstiegs-Bafög“ geändert. Grund: Mittlerweile wird auch die berufliche Fortbildung zum Techniker, Fachwirt oder Erzieher gefördert.

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erstellt am 19.Apr.2016 | 20:21 Uhr

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