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Uetersener Nachrichten

23. April 2017 | 15:59 Uhr

Kita-Plätze: Der Bedarf steigt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

politikergesprächTornesch benötigt langfristig 100 weitere Plätze / Beate Raudies (SPD) wünscht sich zügige K22-Planfeststellung

Die Digitalisierung an Schulen, die Verkehrssituation in der Stadt sowie der Bedarf bei den Kindergartenplätzen, das waren die Themen eines Gesprächs zwischen Bürgermeister Roland Krügel (CDU, Foto, links) und den SPD-Vertretern Ernst Dieter Rossmann, Beate Raudies und Manfred Mörker am Dienstag im Tornescher Rathaus. Dabei wurde deutlich, dass in der Stadt 100 zusätzliche Kita-Plätze benötigt werden, um den Bedarf langfristig decken zu können. Zudem betonten die Beteiligten die Notwendigkeit einer besseren Schienenanbindung.

Nicht nur in Tornesch würden Kita-Plätze fehlen, auch bundesweit könne der Bedarf nicht gedeckt werden, berichtete Bundestagsmitglied Rossmann. Das Problem sei von der Regierung erkannt und entsprechend 100  000 zusätzliche Plätze in Aussicht gestellt worden. Doch auch diese Zahl werde nicht ausreichen, so Rossmann, der deswegen betonte: „Wir werden noch zusätzliche Mittel nachschießen müssen.“

Landtagsmitglied Raudies sagte, dass Kiel Mittel für den Kita-Neubau bereitgestellt habe und die SPD sich um den Ausbau der Fachschulplätze bemühen wolle. Als fernes Ziel könne sie sich zudem eine duale Ausbildung in der Erziehung vorstellen, so Raudies. Dem konnte Parteikollege Rossmann allerdings nicht zustimmen. „Ich würde nicht auf die duale Schiene gehen, nichtmal als Wunschtraum“, sagte der bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Einigkeit herrschte hingegen dabei, dass die Erziehertätigkeit finanziell aufgewertet werden müsse − und dies aufgrund des Fachkräftemangels auch geschehen werde.

Beim Thema Schienenanbindung wollen alle Beteiligten an einem Strang ziehen und so die Situation für die Pendler verbessern − und das nicht nur in Tornesch sondern auch in Elmshorn und Pinneberg. Übereinstimmung herrschte zudem bei der Kreisstraße 22. „Wir müssen endlich zu einem Planfeststellungsbeschluss kommen“, sagte Raudies. Deswegen habe das Land 650  000 Euro für die Planung der Eisenbahnkreuzung in Esingen bereitgestellt. Das zeige die Wertigkeit der K  22 für das Land, so Raudies. Rossmann betonte, dass man sich bei der möglichen Reaktivierung der Stadtbahn von Uetersen nach Tornesch weder in die eine noch in die andere Richtung festlegen, sondern Vor- und Nachteile „ruhig und sachlich betrachten“ sollte. Der Bundespolitiker verwies zudem darauf, dass die Digitalisierung an den Schulen zunehmend Einzug erhalten werde und appellierte an Verwaltungschef Krügel, rechtzeitig ein Konzept zu erstellen. Nur so könnte ein Teil der Bundesmittel in Höhe von fünf Milliarden Euro auch nach Tornesch fließen. Krügel betonte, dass man bei diesem Thema auf einem guten Weg sei.

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erstellt am 03.Mär.2017 | 17:21 Uhr

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