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Uetersener Nachrichten

23. April 2017 | 21:54 Uhr

Kirchengarten als Gemüseparadies

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

projekt Jugenddiakon Benjamin Evers und zahlreiche Kinder wollen künftig Karotten, Kartoffeln und Co selbst anpflanzen

Urbaner Gartenbau, das ist die meist kleinräumige, gärtnerische Nutzung städtischer Flächen innerhalb von Siedlungsgebieten. Angelehnt an dieses Konzept haben mehr als zehn Kinder und das Team der evangelischen Jugend Tornesch jüngst angefangen, den Garten des Kirchenzentrums an der Jürgen-Siemsen-Straße umzugestalten. Ihr Ziel: Eigenes Gemüse anbauen. Dafür werden in den kommenden Wochen und Monaten unter anderem Hochbeete und ein Gewächshaus errichtet.

Nasskalt und windig war es, als sich die Jungen und Mädchen und das Team um Jugenddiakon Benjamin Evers zum ersten Mal an die Arbeit machten. Doch das tat dem Eifer des Nachwuchses keinen Abbruch. Ausgestattet mit Harken, Schaufeln und Schubkarre galt es, den Garten für die künftige Nutzung vorzubereiten. Dazu hoben die Beteiligten zunächst ein Beet aus, beseitigten Äste und Wurzeln und befreiten den Rasen vom Laub. Auch erste Arbeiten für die Hochbeete, die aus Paletten gebaut werden sollen, erledigten die Kinder. Läuft alles nach Plan, werden in dem Garten einmal Karotten, Kartoffeln, Salat und Paprika wachsen. Auch eine Kräuterspirale soll es geben. Für das gemütliche Beisammensein werden Sitzgelegenheiten und eine Grillecke sorgen.

Die Idee zu dem Projekt ist vor rund einem Monat in der Kochgruppe entstanden. „Die Kinder wollten gerne selber Gemüse anbauen“, berichtet Evers. Diesem Wunsch sei er gerne nachgekommen, so der Diakon. Mit dem Projekt verbindet er auch einen pädagogischen Ansatz. „Die Kinder lernen, wie Gemüse angebaut wird und wo das Essen herkommt“, erläutert Evers. Sein Motto: Für gesunde Ernährung und gegen Massenware.

Das Projekt wird hauptsächlich mit Spenden finanziert. Die Eltern der Kinder hätten jede Menge Material bereitgestellt, ebenso ein Gartencenter und eine Baumschule, so Evers. „Uns ist wichtig, nicht alles neu zu kaufen“, betont er den ökologischen Aspekt. Über weitere Sach- und Geldspenden würden sich die Beteiligten sehr freuen, so Evers.

Nach den Osterferien sollen die Arbeiten fortgesetzt werden. Die Kinder, Evers und die vier ehrenamtlich helfenden Jugendlichen treffen sich jeweils Mittwochnachmittag. Bis in den Herbst hinein sollen so immer neue Bereiche in dem Garten hinter dem Kirchenzentrum entstehen. Kinder, die Interesse an dem Projekt haben, können einfach vorbeischauen oder sich bei Evers unter der Rufnummer (04122) 53  482 melden.

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erstellt am 20.Apr.2017 | 16:05 Uhr

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