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Uetersener Nachrichten

10. Dezember 2016 | 17:47 Uhr

Ausbaupläne : K22: Jetzt machen die Dörfer Druck

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Jetzt bündeln die kleineren Kommunen in Sachen K22 ihre Kräfte: Auf Betreiben des Moorreger CDU-Kreistagsabgeordneten Dr. Veit Ghiladi haben Groß Nordende, Neuendeich, Moorrege, Heist sowie Uetersen und Tornesch in den vergangenen Wochen eine Resolution verabschiedet, in der sie die Landesregierung zum Handeln auffordern. „Wir müssen den Druck erhöhen, um das Projekt endlich voranzubringen“, sagte Ghiladi gestern bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden des Kreistags-Wirtschaftsausschusses Helmuth Ahrens in seinem Haus in Moorrege.

Kaum ein anderes Straßenbauprojekt beschäftigt die Kommunalpolitik so lange wie der Ausbau der K22. Zweispurig soll sie werden, mit einem Geh- und Radweg an einer Seite. Seit den 1980er Jahren liegen die inzwischen mehrfach überarbeiteten Pläne in den Schubladen der Kreis-Fachbehörden des Kreises und inzwischen auch in Kiel zwecks Endprüfung und Genehmigung.

Und hier stockt das Projekt jetzt erneut. Erst lag es am Personalmangel, und jetzt hat eine Prüfung ergeben, dass der Kreis nachbessern muss. Es geht um die Auswirkungen des Straßenbaus auf Fledermaus und Kiebitz. Damit verschiebt sich der Planfeststellungsbeschluss mindestens um weitere zwölf Monate und bringt die zugesagte Förderung aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG-SH) in Gefahr. Die Förderperiode läuft 2019 aus, und für die nächste müsste sich der Kreis wieder hinten anstellen.

„Ohne eine abgesicherte Finanzierung wird sich auch der Kreis verweigern“, sagte Veit Ghiladi, der die Gemeinden in seinem Wahlkreis bei seiner Forderung nach mehr Tempo hinter sich weiß. In Groß Nordende, Moorrege, Heist, Neuendeich, Uetersen und Tornesch ist die Zustimmung zum Aus- und Weiterbau der K22 groß.

In der Resolution, der in der kommenden Woche wohl auch die Heidgrabener Gemeindevertreter zustimmen werden, pochen die Kommunen darauf, dass das Land die Finanzierung des Baus über 2019 hinaus sicherstellt und das Planfeststellungsverfahren beschleunigt.

Auch für den Vorsitzenden des Kreistags-Wirtschaftsausschusses, Helmuth Ahrens, ist eine weitere Verzögerung keine Option. „Die gesamte Region fordert die Landes- und Kreispolitik auf, den Ausbau der K22 endlich voranzutreiben“, sagte er. Beide schließen weitere Aktionen in naher Zukunft nicht aus, um den Druck erneut zu erhöhen. „Inzwischen dürfte der Wirtschaftsminister sechs bis sieben Briefe aus der Region auf dem Schreibtisch haben, und jetzt erwarten wir, dass er reagiert“, sagte Ghiladi.

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erstellt am 22.Apr.2016 | 18:07 Uhr

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