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Uetersener Nachrichten

10. Dezember 2016 | 15:48 Uhr

Die gute Mischung macht’s : In Uetersen boomt der Sozialwohnungsbau

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Neben dem Sozialwohnungsbau kommt in der Rosenstadt aber auch die frei finanzierte Wohnbebauung kommt nicht zu kurz.

Uetersen | Die „Pinnau“ gilt als das „soziale Gewissen“ der Rosen- und Hochzeitsstadt. Die gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft unterhält derzeit rund 630 Sozialwohnungen im Stadtgebiet. In den kommenden Jahren könnte diese Zahl auf rund 800 ansteigen. So sieht es zumindest zum jetzigen Zeitpunkt aus. Die Politik hat grünes Licht gegeben, sodass an der Jahnstraße 35 sozial geförderte Wohnungen entstehen werden und am Eggerstedtsberg 29. Weitere etwa 100 Wohneinheiten werden am Alten Sportplatz in den kommenden 20 Jahren neu gebaut und zwar dadurch, dass der Altbestand nach und nach abgerissen und die freigezogenen Flächen anschließend neu bebaut werden, inklusive ein bis zwei zusätzlicher Etagen. Und es könnte noch mehr gebaut werden, wenn es nur genug Bauland gäbe. Manfred Kiewald, Vorstandsvorsitzender der „Pinnau“, würde sich über ein entsprechendes Angebot aus der Politik sehr freuen.

Dass sozialer Wohnungsbau benötigt wird, wird von keiner Seite bezweifelt. Die in einigen Jahren drohende Altersarmut ist dabei nur ein Stichwort, um zusätzlichen Bedarf an staatlich gefördertem Wohnraum zu rechtfertigen.

Doch: Die Mischung macht’s − auch in Uetersen. Denn der frei finanzierte Wohnungsbau wird in der Rosenstadt seitens der Politik ebenfalls gefördert. Beste Beispiele dafür sind die Baugebiete entlang der Kassbeerentwiete und an der Pastor-Boldt-Straße. Auch an der Jahn- und Klaus-Groth-Straße sowie an der Reeperbahn ist frei finanzierter Wohnraum entstanden. An der Bleekerstraße sollen 40 Wohnungen entstehen, die frei auf dem Markt angeboten werden.

Während die SPD, als große Vertreterin im Rat, naturgemäß dem Sozialwohnungsbau verschrieben ist, verweisen die Christdemokraten darauf, dass der Markt nicht nur diesbezügliches Klientel umfasst. Die Auseinandersetzungen darüber sind regelmäßig im Bauausschuss zu verfolgen. Dabei gilt es, Mehrheiten zu finden, weil keine der beiden großen Fraktionen über ausreichend Mandate verfügt. Die CDU fand „Ihre“ Mehrheit“ beim Bauvorhaben an der Bleekerstraße (Bleekerstiftgrundstück) zuerst bei der BfB (Bürger für Bürger). Inzwischen sind sich die Uetersener Politiker weitgehend einig darüber, dass das Grundstück am Bleekerstift der frei finanzierten Wohnbebauung zufließen soll.

Parteien bewegen sich aufeinander zu

Während der jüngsten Bauausschusssitzung hat sich die CDU auf die SPD zubewegt. Die Sozialdemokraten wollten erreichen, dass das neue Gebäude an der Jahnstraße sieben Stockwerke hoch in den Himmel ragt, die Christdemokraten wollten noch zu Sitzungsbeginn nur sechs Etagen zulassen. Jedes zusätzliche Stockwerk verringert die durchschnittlichen Baukosten (auf die einzelne Wohnung heruntergebrochen). Insofern waren die fünf zusätzlich möglichen Wohnungen eine entscheidende Frage auch für den späteren Mietzins. Schließlich bewegte sich die CDU und stimmte für das siebte Stockwerk.

Die BfB-Fraktion stimmte erneut dagegen. Die Vertreter der Wählergemeinschaft „Bürger für Bürger“ wollten die Überbauung einer Teilfläche des Spielplatzes nicht zulassen. Die Grünen votierten zuerst dagegen und zuletzt dafür.

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erstellt am 14.Nov.2016 | 12:30 Uhr

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