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Hauptversammlung : Im Einsatz für die Kultur in Tornesch

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Kulturgemeinschaft verzeichnete erstmals einen finanziellen Verlust beim Wein- und Sommerfest.

Tornesch | Wie umfangreich im vergangenen Jahr die Aktivitäten der Gemeinschaft zur Erhaltung von Kulturgut in Tornesch waren, wurde auf der Jahresversammlung in den Berichten des Vorstandes und der Arbeitskreise deutlich. Der Vorsitzende Harald Schulz präsentierte den mehr als 80 Anwesenden im Heimathaus die geleistete Arbeit des Vorstandes und die öffentlichen Veranstaltungen der Kulturgemeinschaft. Einstimmig wurde Holger Pott zum neuen Leiter des Museums auf dem Mölln-Hof gewählt.

Zu den Veranstaltungen in 2016 gehörten unter anderem ein kulturhistorischer Vortrag in plattdeutscher Sprache, die traditionellen Veranstaltungen „Bratapfel und Jazz“, „Suur Supp“ und der plattdeutsche Lesenachmittag, das Wein- und Sommerfest, die Beteiligung am Tag des offenen Denkmals, am Tag des Geotops und am Tag der Artenvielfalt in der Liether Kalkgrube sowie die themenbezogenen Museumstage auf dem Mölln-Hof, die mit dem Erntedankfest 2016 ihren Abschluss fanden.

Umfangreich waren auch die Berichte der Arbeitskreis (AK)-Leiter: Horst Lehmann, Leiter des AK I (Heimathaus) informierte über die umfangreichen Pflegearbeiten im Bauerngarten und über erfolgte Reparaturen im Heimathaus und an den Gartenmöbeln. Schulz, der neben dem Vorsitz des Vereins auch als kommissarischer Leiter des AK I (Volkskundliche Sammlung/Museum) Aufgaben übernommen hatte, erläuterte die weitere Veränderung des Konzeptes der volkskundlichen Sammlung. So wurde im Eingangsbereich des Mölln Hof-Museums eine Tafel angebracht, die einen Überblick zum Museum gibt und es wurden neue Schilder zur farblichen Unterscheidung der einzelnen Museumsbereiche montiert. Annette Schlapkohl, Leiterin des AK II (Geschichtliche und historische Unterlagen), berichtete von zwei Fotoausstellungen zu historischen Themen und der zum 25. Mal erfolgten Gestaltung des Tornesch-Kalenders.

2700 Exponate sind mittlerweile erfasst

In dem von Holger Hansen geführten Arbeitskreis III (Sammeln und Registrieren) wurden inzwischen 2700 Exponate, die sich im Museum, im Heimathaus und in der Scheune befinden, registriert und in einer Datenbank auch mit Erläuterungen in Bild und Ton erfasst. Von den Treffen zur Pflege der plattdeutschen Sprache und erfolgreichen Auftritten berichteten Helga Bunk (AK IV; Leiterin des Erwachsenen Krinks) und Hannelore Körner (Kinder- und Jugendkrink). Siebenmal traten die elf Kinder und Jugendlichen im vergangenen Jahr öffentlich auf. Auch die 15 Esner Danzmüüs unter Leitung von Valentina Holz machten ihrem Verein bei vier öffentlichen Auftritten alle Ehre. Die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und Ausfahrten liegt in den Händen von Sieglinde Limpert (AK V). Sie berichtete, dass die Planungen für die Vereinsausfahrt zum Museum Molfsee am 10. Juni laufen und sie bereits Anmeldungen annimmt. Über eine lange Liste von Aktivitäten in der Liether Kalkgrube (AK VI) berichtete Arbeitskreis-Leiter Roland Vinx. Er informierte, dass der Geopfad Liether Moor kurz vor der Einweihung stehe und dass ein Langzeitversuch zur Pflege durch Ziegenbeweidung erfolgt.

Turnusmäßig stand die Wahl zum Zweiten Kassenwart auf der Tagesordnung. Einstimmig wurde Lothar Schneider in dem Amt bestätigt. Auch der Leiter des Arbeitskreises I, Horst Lehmann, stellte sich zur Wiederwahl. Der 68-Jährige leitet den Arbeitskreis bereits seit drei Jahren und wurde einstimmig erneut für drei Jahre gewählt. Besetzt ist nun auch die bislang kommissarisch von Harald Schulz übernommene Leitung des Arbeitskreises I. Holger Pott wurde einstimmig gewählt. Der 56-Jährige gehört seit 30 Jahren der Kulturgemeinschaft an und ist seit Bestehen des Mölln-Hof-Museums dort im Arbeitskreis aktiv. Hannelore Körner rückte für Michael Mansfeld als Erste Kassenprüferin nach. Zur Zweiten Kassenprüferin wurde Ingrid Lehmann gewählt.

Harald Schulz ist seit zehn Jahren  Vorsitzender der Kulturgemeinschaft ist. Seine Stellvertreterin, Annette Schlapkohl, dankte ihm mit einem Frühlingsgruß. Blumen gab es auch für Sieglinde Limpert als Dank für die Organisation von Ausfahrten und Veranstaltungen im Heimathaus. (svk)

Kassenwartin Gesine Skirlo berichtete von einer gesunden Kassenlage und Spenden an den Verein. Erstmals in der Geschichte des Wein- und Sommerfestes war ein Verlust zu verzeichnen. Die große Bühne und geringere Besucherzahlen aufgrund des schlechten Wetters hatten im vergangenen Jahr offenbar zu dem Minus von 2200 Euro geführt. Der Verein hatte das Minus mit 800 Euro aus der eigenen Kasse und mit einer Ausgleichsbürgschaft der Stadt in Höhe von 1400 Euro ausgeglichen. Dass der Verein bereits im Vorwege der Beantragung der Ausfallbürgschaft angegeben habe, bei einem Minus 800 Euro selbst zu tragen, stieß bei Vereinsmitglied Michael Krüger auf Unverständnis. „Die Stadt hätte doch vielleicht eine höhere Ausfallbürgschaft gegeben“, merkte Krüger an. Er enthielt sich bei der Entlastung des Vorstandes, die dennoch erteilt wurde.

 

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erstellt am 09.Mär.2017 | 14:30 Uhr

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