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Uetersener Nachrichten

10. Dezember 2016 | 17:38 Uhr

Geplante Mensaverlegung der Grundschule : Heidgraben: Der Bürgermeister kritisiert den Ausschuss

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Mensa soll verlegt werden − Kommunalpolitiker wollen sich aber nicht auf den MarktTreff festlegen.

Heidgraben | „Was jetzt gemacht wurde, ist, sich im Kreis zu drehen.“ Mit diesen Worten hat Heidgrabens Bürgermeister Ernst-Heinrich Jürgensen (SPD) die Entscheidung des Bildungsausschusses kritisiert, sich zwar grundsätzlich für eine Verlegung der Schulmensa auszusprechen, den neuen Ort aber offen zu lassen.

39 Kinder werden im kommenden Jahr nach derzeitigem Stand in Heidgraben eingeschult. Es wird also zwei erste Klassen geben. Zudem belegen die bisher vorgelegten Zahlen laut Verwaltung eine weitere Zweizügigkeit ab dem Schuljahr 2020/21. Damit steht fest: Ein weiterer Lehrraum muss her. Ein Anbau, egal ob als Erweiterung des sogenannten Halbrunds oder an den Altbau in nördlicher Richtung, würde mindestens 400.000 Euro kosten. Während der Sitzungen der eigens für das Thema eingerichteten Arbeitsgruppe wurde auch über eine Verlegung der Mensa diskutiert. Sowohl das Gemeindezentrum als auch der MarktTreff, genauer gesagt der dortige Awo-Raum, kämen hierfür infrage. Jürgensen favorisiert die letztgenannte Variante. Denn: „Bis auf die Bestuhlung ist alles gebrauchsfertig“, so Jürgensen. Das gelte zwar grundsätzlich auch für das Gemeindezentrum, doch dort würden regelmäßig Veranstaltungen stattfinden und der Boden müsste ausgetauscht werden, so Jürgensen.

Die Awo-Angebote, die derzeit im MarktTreff stattfinden, möchte die Ortsvereinsvorsitzende Marion Sörensen weiterhin anbieten. Für Sörensen, ebenfalls Mitglied des Bildungsausschusses, wäre eine Mensa im Gemeindezentrum problematischer: „Deswegen tendiere ich zum MarktTreff.“

Die Vertreter der Grundschule sehen eine Verlegung in den MarktTreff mit gemischten Gefühlen. „Platzmäßig bietet der Awo-Raum keine Vorteile“, sagte Susanne Ziemer, verantwortlich für den offenen Ganztag, während der Ausschusssitzung. Ihr bereite zudem der Weg Bauchschmerzen − um den MarktTreff zu erreichen, müssten die Kinder die Betonstraße überqueren. Dennoch: Grundsätzlich könne man mit der Verlegung leben, so Schulleiterin Ingeborg Liebich. „Aber nicht gut“, fügte sie an. Ziel müsse weiter ein Anbau sein.

Zieht die Mensa um, könnte an ihrer Stelle ein neuer Klassenraum entstehen − allerdings nicht gänzlich ohne Umbaumaßnahmen. Um die Schwingungen in dem darunter liegenden Raum zu reduzieren, müssten neue Deckenplatten eingebaut werden. Voraussichtliche Kosten: 30.000 bis 40.000 Euro. Das Essen für die Mensa liefert derzeit die Firma Appetito, es wird in gemieteten Dampfgarern erwärmt. Bürgermeister Jürgensen betonte, dass dies auch im MarktTreff weiterhin möglich sei. Zu einer Entscheidung pro MarktTreff − der von Jürgensen favorisierten Variante − konnten sich die Ausschussmitglieder letztlich nicht durchringen. Sie empfahlen lediglich, die Mensa zu verlegen und den frei werdenden Raum als Klassenraum zu nutzen.

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erstellt am 11.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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