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Uetersener Nachrichten

05. Dezember 2016 | 01:25 Uhr

Haushalt für Schulverband steht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

SituationSinkende Schülerzahlen an der Klaus-Groth-Schule / Fehlbetrag im doppischen Haushalt in Höhe von 73 300 Euro

Einstimmig haben die Tornescher und Uetersener Mitglieder der Verbandsversammlung des Schulzweckverbandes Tornesch-Uetersen (Träger der Klaus-Groth-Gemeinschaftsschule) in ihrer jüngsten Sitzung dem Haushaltsplan des Schulzweckverbandes für 2017 zugestimmt. Der nach den Grundsätzen der doppischen Haushaltsführung aufgestellte Haushalt ist im Ergebnisplan mit einem Gesamtbetrag der Erträge auf 3  647  300 Euro, der Aufwendungen auf 3  720  600 Euro und einem Jahresfehlbetrag von 73  300 Euro festgesetzt. Im Finanzplan sind die Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit auf 3  322  000 Euro, die Auszahlungen auf 3  103  700 Euro und die Auszahlungen aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit auf 384  900 Euro festgeschrieben.

Im Vergleich zum Haushalt 2016 hat sich der Jahresfehlbetrag um 551  500 Euro verringert. Die Reduzierung des Fehlbetrages ergibt sich aus der genauen Planung der Abschreibungen auf das Anlagevermögen und der Auflösungen an Sonderposten, da verwaltungsseitig nun die Eröffnungsbilanz vorliegt. Die Finanzierung des Schulverbandes erfolgt über die allgemeinen Schulkostenbeiträge der Kommunen, aus denen die an der Klaus-Groth-Schule lernenden Kinder und Jugendlichen ab dem fünften bis hin zum 13. Jahrgang kommen. Im Schuljahr 2016/2017 besuchen 1090 Schüler in 48 Klassen die Bildungseinrichtung. 538 Mädchen und Jungen stammen aus Tornesch, 257 aus Uetersen und 295 aus Umlandkommunen. Tornesch hat laut Haushaltsansatz im kommenden Jahr 1  060  900 Euro an Schulkostenbeiträgen zu zahlen, Uetersen 506  800 Euro. Aus den Umlandkommunen werden 581  700 Euro erwartet.

Neben den Schulkostenbeiträgen ist die Finanzierung des Schulzweckverbandes durch eine Schuldendiensthilfe der jährlichen Zins- und Tilgungsleistungen von Tornesch und Uetersen. Die Schuldendiensthilfe beträgt für das Haushaltsjahr 2017 pro Schüler 700 Euro und wird im Verhältnis 128 (Tornesch) und 40 (Uetersen) auf Basis der in der Verbandssatzung festgeschriebenen Regelung von beiden Verbandskommunen (Tornesch: 754  100 Euro, Uetersen: 235  600 Euro) gezahlt. Aufgrund der Jahresfehlbeträge und sinkender Schülerzahlen müssten die beiden Mitgliedskommunen eine zusätzliche Verbandsumlage entrichten. Dazu und zur Reduzierung des Defizits müsste die Satzung des Schulzweckverbandes geändert werden. In den Hauptausschüssen beider Kommunen wurde sich damit beschäftigt, eine Einigung und Neufassung der Verbandssatzung steht allerdings noch aus.

Tornesch und Uetersen hoffen, dass die Umlandgemeinden, die Schüler an die Klaus-Groth-Schule entsenden, mit ins Boot zur Finanzierung des Zweckverbandes geholt werden können. „Es ist zu bitter, dass sie auf unsere Kosten leben“, so Verbandsvorsteher Roland Krügel.

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erstellt am 18.Nov.2016 | 14:12 Uhr

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