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Uetersener Nachrichten

30. April 2017 | 03:11 Uhr

Innovation : Hatlapa investiert 1,6 Mio.

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Firma Hatlapa hat ihr Kleinteilelager automatisiert. Von dem neuen Robotersystem, das 1,6 Millionen Euro gekostet und von der Firma Swisslog realisiert worden ist, werden mehr als 10000 Kleinteile verwaltet. Bei Bedarf „kümmert“ sich einer von zehn Robotern um die Herausgabe der bis zu 30 Kilogramm schweren Teile. Und das rasend schnell. „Nicht mehr der Mann geht zur Ware, sondern es kehrt sich um: Das Kleinteil kommt automatisch zum Mitarbeiter, der es gerade braucht“, erklärt Marius Schmiedt, der stellvertretende Logistikleiter von Hatlapa, das neue Denken und Handeln im Betrieb.

Das innovative Kleinteilelager beherbergt 10500 gleich große Kisten mit Kleinteilen. Das System selbst entscheidet, wo die einzelnen Kisten gelagert werden – je nach Zugriffshäufigkeit wird ein vom Ausgabeplatz entfernter oder naher Bereich gesucht. Der Arbeitsplatz der Lagermitarbeiter hat sich mit dem Startschuss am vergangenen Freitag völlig verändert.

Jeder von diesen fuhr bislang mit dem Auftragzettel auf einem Gabelstapler zu jedem benötigten Maschinenteil in den Lagerstraßen. Erst wenn er wieder zurückgekehrt war, konnte der nächste seinen Auftrag erledigen. Die modernen Roboter können binnen einer Stunde bis zu 313 Boxen aus einer beliebigen Position herbeischaffen. Das neue, vollautomatische Lagersystem mit dem klingenden Namen „Auto Store“ schafft zudem Platz für den Warenumschlag und die Montagevorbereitung.

Die Investition dürfte, so die vorsichtige Einschätzung, die bisherige Arbeitszeit im Lagerbereich auf die Hälfte reduzieren. Die Montage rücke, so Schmiedt, in den Mittelpunkt. Neben der Produktivität gewinnt auch das Thema Sicherheit.

Denn der unerlaubte Zugriff sachfremder Personen ist nun ausgeschlossen. Jeder Austausch und jede Entnahme eines Teils aus jeder Box wird auf die Sekunde genau datenmäßig festgehalten.

„Dass da ein Teil verloren geht, ist praktisch unmöglich“, so der stellvertretende Logistikchef, der das innovative Projekt leitete.

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erstellt am 28.Apr.2013 | 21:48 Uhr

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