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Uetersener Nachrichten

04. Dezember 2016 | 11:18 Uhr

UeNa-CUP : Großer Spaß für kleine Kicker

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bei der 18. Auflage des Jugend-Fußballturniers wurden sechs neue Mini-Europameister ermittelt. Auch zwei Tornescher Teams holten den EM-Titel.

Uetersen/Heidgraben | „Die Letzten werden die Ersten sein“, besagt ein leicht abgewandelter Bibelvers. Bei Turnieren vieler Sportarten ist es bei der Siegerehrung tatsächlich üblich, dass die letztplatzierten Mannschaften zuerst aufgerufen werden, ehe − entgegengesetzt zur tatsächlichen Reihenfolge − die besser platzierten Teams folgen. So läuft es auch beim Jugendfußballturnier um den „UeNa-CUP“, der am Wochenende in Uetersen und Heidgraben seine bereits 18. Auflage erlebte.

Neu war, das am Sonnabendnachmittag in Heidgraben bei der Konkurrenz der älteren G-Junioren die Mannschaft, die den letzten Platz belegte, den größten Applaus erhielt. Hierbei handelte es sich um die G-Jugend des Moorreger SV, die es − mit Spielern des jüngeren Jahrgangs 2010 − vornehmlich mit älteren Gegnern zu tun bekommen hatte. „Die Moorreger haben sich wacker geschlagen“, lobte Astrid Zibull von der Fußball-Jugendabteilung des „kleinen HSV“.

 

Zusammen mit Fußball-Obmann Ingo Höhns, der ihr bei der Turnierleitung half, fiel ihr auf, dass die siegreiche SV Lieth die Partie gegen den MSV mit einem Spieler weniger und halber Kraft bestritt. „Andernfalls wäre das Ergebnis sicher viel höher als 5:0 ausgefallen“, vermutete Zibull, die diese faire Geste der Liether bei der Siegerehrung lobend erwähnte. Positiv war, dass es bei allen sechs Konkurrenzen Turniers fair zuging. „So soll es sein“, strahlte Uwe Brill, der in Uetersen an beiden Tagen über das Geschehen wachte.

Die Besonderheit des „UeNa-CUP“ ist, dass er als Mini-Welt- oder Mini-Europameisterschaft ausgetragen wird, sprich die Teams als Nationalmannschaft eines Landes, das ihnen vorab zugelost wurde, antreten. In diesem Jahr war die eine Woche zuvor in Frankreich zu Ende gegangene EM das Vorbild, so dass sechs neue Europameister gesucht wurden. Unglaublich, aber wahr: Die SV Lieth sicherte sich gleich drei EM-Titel. Zweimal triumphierte der FC Union Tornesch, was sicher auch daran liegt, dass der „Sportpark Torneum“ mit seinen beiden Kunstrasenplätzen, einem Rasenplatz und einer Soccerhalle auch auf junge Fußballer eine riesige Anziehungskraft hat.

Im Jahrgang 2010 triumphierten die von Markus Brüdgam trainierten Union-Talente am Sonnabendmittag in Heidgraben als „England“ mit 19 Punkten und einer Tordifferenz von plus 14. Am Sonntagvormittag siegten die Tornescher auch im Jahrgang 2006 in Uetersen: Das Team von Rüdiger Ehlers und Marc Dittmann sorgte dafür, dass die Nationalmannschaft von „Österreich“ auch einmal Grund zum Feiern hatte. Der sechste zu vergebende EM-Titel wanderte in den Nordosten Hamburgs: Der SC Poppenbüttel II war im Jahrgang 2007 als „Deutschland“ am Ende exakt punkt- und torgleich mit dem Wedeler TSV, der als „England“ antrat. So musste das Neunmeterschießen entscheiden − und dieses gewannen natürlich die Deutschen ...

Für die Teams von Rasensport Uetersen, die erstmals am „UeNa-CUP“ teilnahmen, sprang unter anderem ein dritter Platz im Jahrgang 2006 heraus. „Das ist, nachdem wir eine Woche zuvor bei einem Turnier in Horst Vierter geworden sind, ein riesiger Erfolg“, jubelten die Trainer und Spieler. Die neu gegründete G-Jugend der Rosenstädter musste sich im Jahrgang 2009 mit dem vorletzten Platz begnügen. „Das macht gar nichts − Dabeisein ist alles“, bemühte Rasensport-Trainer Michael Schippmann das olympische Motto. Bedauerlich war, dass im Jahrgang 2007, für den ohnehin nur sechs Teams gemeldet hatten, am Ende sogar nur vier Mannschaften antraten.

Während die Liether Trainer am Sonnabendmorgen mit großem Bedauern abgesagt und dies mit „zu vielen kranken Spielern“ erklärt hatten, erschien der Kummerfelder SV einfach nicht. „So geht man nicht miteinander um“, klagte Marco Gülzau, der am Sonnabend in Uetersen die Turnierleitung innehatte, ehe Fabian Hlede diese Aufgabe am Sonntag übernahm. So mussten die Verantwortlichen improvisieren und entschieden spontan, die vier Teams zweimal im Modus „Jeder-gegen-Jeden“, also mit Hin- und Rückrunde, gegeneinander antreten zu lassen. Das Strahlen der Kinder, die in diesem Jahrgang um die EM-Krone kämpften, tröstete schnell über den Ärger hinweg.

Und so freuen sich alle Beteiligten schon jetzt auf den „19. UeNa-CUP“, den die Uetersener Nachrichten auch im kommenden Jahr wieder zusammen mit dem TSV Uetersen und Heidgrabener SV eine Woche vor Schleswig-Holsteins Schulsommerferien (am 15./ 16. Juli 2017) ausrichten werden.

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erstellt am 18.Jul.2016 | 12:47 Uhr

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