zur Navigation springen

Uetersener Nachrichten

04. Dezember 2016 | 21:22 Uhr

Gott ganz nahe unter Bäumen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Awo-Zentrum Öffentlicher Sommergottesdienst mit Regenschauern, aber sonnigen Gedanken und viel Gesang

Im Innenhof des Awo Wohn- und Servicezentrums hielt Pastor Christoph Stegmann einen Open-Air-Gottesdienst für die Bewohner ab. Sommerlich ging es dabei leider nicht zu: Die Senioren hatten mit starken Regengüssen und Windböen zu kämpfen.

Rund 50 Besucher hatte der Sommergottesdienst angelockt. Begleitet vom Pflegepersonal, hatten sich auch viele gehbehinderte Senioren mit Rollstühlen und Rollatoren im Garten eingefunden, um gemeinsam zu singen und zu beten. Christof Stegmann, Altenseelsorger im Kreis Pinneberg und damit auch Seelsorger für das Awo-Haus, hielt die Messe. Für musikalische Begleitung sorgten Michael Kleppin aus Pinneberg und ein von Pastor Stegmann geleiteter Chor, bestehend aus 15 Männern und Frauen, die unter anderem das Kirchenlied „Heilig, heilig, heilig ist der Herr“ anstimmten. Die Gemeinde sang gemeinsam einige Strophen von „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“. „Das ist bereits das vierte Mal, dass wir diesen Gottesdienst anbieten“, erläuterte Katharina Birke, Leiterin Soziale Betreuung.

Pastor Stegmann scherzte angesichts des wolkenverhangenen Himmels noch anfangs: „Ich werde mit Petrus ein ernstes Wort sprechen, wenn er seine Schleusen zu früh öffnet.“ Doch kurz darauf setzte der Regen ein, und viele Besucher flüchteten unter das Vordach. Der Hausmeister und das Pflegepersonal sorgten mit eilig aufgestellten Gartenschirmen dafür, dass es weitergehen konnte. Damit den Bewohnern trotzdem warm ums Herz wurde, stimmte der Chor das Lied „Jeden Tag geht die Sonne auf“ an, und der Pastor berichtete in seiner Predigt über einen Sonnenaufgang am Strand von Gran Canaria, den er während eines Urlaubs erlebt hatte, von der Sichel bis zur vollen Scheibe. „Für mich ist jeder Sonnenaufgang ein Hinweis auf die Schöpfung der Welt“, so Stegmann. Jeder Tag biete neue Möglichkeiten, und der Mensch habe es in der Hand, etwas daraus zu machen.

„Ich weiß wohl, dass viele von Ihnen mit körperlichen und seelischen Schmerzen zu kämpfen haben, und der Tag mag Ihnen wie ein Berg vorkommen. Ich wünsche Ihnen trotzdem, dass Sie jeden Tag etwas haben, auf das Sie sich freuen können“, sagte der Seelsorger.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen