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Uetersener Nachrichten

07. Dezember 2016 | 13:38 Uhr

Glasfaserkabel für die Heidgrabener

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

AusbauZweckverband Breitband will in schnelleres Internet investieren

Heidgrabens Gemeindevertreter haben sich während ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause über die Ausbaupläne des „Zweckverbands Breitband Marsch und Geest“ informiert. Das kommunale Unternehmen wird voraussichtlich ab kommendem Frühjahr ein flächendeckendes Glasfasernetz in der Gemeinde errichten. Vorteil für die Bürger: Bei entsprechenden Verträgen können sie mit garantierten Bandbreiten auch große Datenmengen hoch- und runterladen. Das würde den Komfort beim Nutzen des Internets deutlich erhöhen.


Zweckverband ist noch weiter gewachsen


Warum die Gemeinde erneut den Netzausbau angehe, obwohl in Heidgraben bereits seit kurzer Zeit die Telekom den Breitbandausbau betreibe, wollte ein Bürger wissen. Frank Wulff (Foto), beim Amt Moorrege zuständig für den Zweckverband Breitband, erklärte, dass diese Telekom-Verbindungen erfahrungsgemäß keine 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) bringen, sondern lediglich Geschwindigkeiten von bis zu 30 Mbit/s.

Bürgermeister Ernst-Heinrich Jürgensen (SPD) ergänzte, dass die Telekom kein schnelles Netz im Bereich Heidgraben Nord-West plane. Ganz im Gegensatz zum Zweckverband Breitband. Das kommunale Unternehmen ist derweil weiter auf Wachstumskurs. Die Zahl der Mitglieder stieg um sieben auf aktuell 18 Mitglieder, berichtete Jürgensen. Auch die Gemeinde Heidgraben gehört dazu, hat wie alle anderen Kommunen auch 20  000 Euro eingelegt.

Für Irritationen sorgten derweil Medienberichte über eine marktrechtliche Vorgabe, wonach ein öffentliches Unternehmen wie der Zweckverband in einem Radius von 550 Metern um einen Kabelverzweiger herum nicht ausbauen darf, wenn dort bereits ein privates Unternehmen tätig war, in diesem Fall die Telekom. Das gilt für einen Zeitraum von zwölf Monaten.


Netzbetreiber wird gesucht


Hintergrund sei, dass öffentlich-rechtliche Unternehmen wie etwa der Zweckverband keinen öffentlich geförderten Netzbau betreiben dürften, wo schon gebaut wurde, erläuterte Wulff. Der Zweckverband suche jedoch einen Betreiber für das Netz, der an die vom Zweckverband verlegten Leitungen auf eigene Kosten Haushalte anschließen könnte und als Privatunternehmen von dieser Regelung ausgenommen ist. Generell ausgeschlossen vom schnellen Netz werde also niemand sein, versprach Wulff.

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