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Uetersener Nachrichten

09. Dezember 2016 | 08:55 Uhr

Führung durch die Kalkgrube

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Inklusionsprojekt Achtklässler der Klaus-Groth-Schule zeigen Menschen mit Behinderung Naturkleinod im Liether Moor

Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen der Stiftung Hamburger Arbeiter-Kolonie und der Klaus-Groth-Schule im Rahmen des Inklusionsprojektes „Natur für alle im Kreis Pinneberg“ beinhaltet die Fortführung einer bereits bestehenden Zusammenarbeit bei der Erstellung eines Naturerlebnisführers für Menschen mit Behinderung und die Ausweitung der Aktivitäten, um Menschen mit und ohne Behinderung in Umweltbildungsstätten und Naturerlebnisräumen zusammenzuführen.

Zur Vertragsunterzeichnung waren Rainer Adomat von der Stiftung Hamburger Arbeiter-Kolonie, die den Schäferhof in Appen betreibt, und die Diplom-Sozialpädagogin Carola Neu, die das Inklusionsprojekt am Schäferhof betreut, an die Schule gekommen. Sie wurden von Thore Schwilp, stellvertretender Schulleiter der Bildungseinrichtung des Schulzweckverbandes Tornesch-Uetersen, und von Lehrerin Dr. Karen Strenge begrüßt. Die Pädagogin bezieht im Unterricht Fünftklässler und Achtklässler in das Inklusionsprojekt, das im Oktober 2014 von der Aktion Mensch bewilligt wurde, ein.

Die Jugendlichen aus der Klasse 8c gehören der von ihr geleiteten Natur-Arbeitsgemeinschaft in der Liether Kalkgrube an. Nun haben die Achtklässler eine Führung für Bewohner und Besucher der Freizeit- und Begegnungsstätte Georg-Hansen-Haus, einer Einrichtung der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen, vorbereitet.

Die Idee dafür hatten sie nach der Teilnahme an einer der Barrierefreiheitskonferenzen“, die von den Kooperationspartnern des Inklusionsprojektes unter Einbeziehung von Menschen mit Behinderung regelmäßig veranstaltet werden, entwickelt. Die Achtkässler werden am 20. Mai 14 Gästen aus dem Georg-Hansen-Haus die Gesteins-, Pflanzen- und Tierwelt der Liether Kalkgrube erläutern und sie bei einfachen Experimenten anleiten. Namensschilder für ihre Gäste haben sie bereits gestaltet. Auch Kuchen wollen sie backen und damit ihre Besucher in der Liether Kalkgrube bewirten.

Für eine „Probeführung“ hatten sich die Mädchen und Jungen der Klasse 5c, die den in Arbeit befindlichen Naturführer in einfacher Sprache Korrektur lesen, zur Verfügung gestellt. Geplant ist zudem, dass in einem fachübergreifenden Nawi-Kunst-Projekt einfache und optisch ansprechende Bestimmungshilfen für in der Liether Kalkgrube am häufigsten vorkommende Pflanzen und Tiere erstellt und in den Naturführer integriert werden.

„Ich bin begeistert von dem sozialen Engagement der Schüler und dem Einsatz von Frau Strenge“, so Rainer Adomat.

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erstellt am 18.Mai.2016 | 16:47 Uhr

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