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Uetersener Nachrichten

11. Dezember 2016 | 13:02 Uhr

Fäcke: „Ermüdend und enttäuschend“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

lärmschutzTornescher SPD erneuert die Kritik an den Behörden

Lärmschutzwände, eine auf 30 Kilometer pro Stunde reduzierte Höchstgeschwindigkeit in der Zeit von 22 bis 6 Uhr, regelmäßige Tempokontrollen, Einbau von Flüsterasphalt, Überholverbot und nicht zuletzt die Stärkung des Radverkehrs durch breite Radwege − die Liste der Ideen für eine nachhaltige Reduzierung der Lärmbelastung für die Anlieger ist lang. Das Thema begleitet die Politik seit Jahren, passiert ist bis jetzt nichts.

Nun haben die Sozialdemokraten während eines politischen Stammtisches ihre Kritik an der schleppenden Umsetzung der Pläne und damit nicht zuletzt am Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) erneuert und schließen auch einen Gang vor das Verwaltungsgericht einmal mehr nicht aus (diese Zeitung berichtete). Immerhin werden in den kommenden Tagen zwischen dem Kreisel zwei Geschwindigkeitsanzeiger an der Straße aufgestellt, einer stadtauswärts, einer stadteinwärts. „Diese Geräte sind so ausgelegt, dass sie auch die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos messen“, sagte SPD-Ratsherr Manfred Fäcke. In einem halben Jahr könnten ausreichend Ergebnisse vorliegen, um eine Auswertung vorzunehmen und auf deren Grundlage die nächsten Schritte zu planen. „Uns geht das alles viel zu langsam, aber wir machen das jetzt erstmal mit“, so Fäcke.

Vieles, so der Vorwurf der Sozialdemokraten, hänge am LBV-SH. Der Landesbetrieb, zuständig für die Unterhaltung der Ahrenloher Straße, und die Verkehrsbehörden reagierten in erster Linie dann, wenn eine Straße durch vermehrte Unfälle in den Statistiken auftauche, nicht aber bei Fragen des Lärmschutzes. „Das Thema hat noch nicht Eingang gefunden in die Verkehrsordnung“, sagte Ortsvereinschef Manfred Mörker. „Es ist ermüdend und enttäuschend, mit dem Landesbetrieb Verkehr und Straßenbau zusammenzuarbeiten“, so Manfred Fäcke, für den die Geschwindigkeitsmessgeräte kaum mehr als der „kleinste gemeinsame Nenner“ sind, auf den man sich verständigen konnte.

Zur Erinnerung: Im Juni hatte es ein Treffen zwischen Vertretern der Stadt Tornesch und dem Landesbetrieb gegeben, um die Chance für die Realisierung der Lärmschutzmaßnahmen zu erörtern. Die Behörde hatte sich dabei klar positioniert und vorerst alle angedachten Schritte blockiert. Die Straße gilt mit mehr als 25  000 Autos am Tag als hoch belastet. Eine Erfolgsmeldung gibt es immerhin: Die Stromanschlüsse für die beiden Geschwindigkeitsmessgeräte liegen bereits, in den kommenden Tagen werden sie aufgestellt. „Wir bleiben auf jeden Fall am Ball und wollen sehen, dass wir eine Maßnahme nach der anderen umsetzen können“, so Fäcke, der sich durchaus einen Rest Optimismus bewahrt hat. „Die Gutachten, die wir inzwischen erstellt haben, und die Rechtsprechung sprechen für den Bürger und das Anliegen eines effektiven Lärmschutzes“, sagte er.

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