zur Navigation springen

Uetersener Nachrichten

24. September 2016 | 22:55 Uhr

Die Letzten werden die Ersten sein : Ernst Dieter Rossmann und Thomas Hölck diskutieren mit Bürgermeistern über das Thema Breitband

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Inforunde: SPD-Abgeordnete Ernst Dieter Rossmann und Thomas Hölck diskutieren mit Bürgermeistern über das Thema Breitband.

Moorrege | „Es kann gut sein, dass die Gemeinden, für die es bisher nicht so gut gelaufen ist mit einer schnellen Internetverbindung, letztendlich diejenigen sind, für die es besonders gut läuft“, orakelte Ernst Dieter Rossmann. Gemeinsam mit seinem Parteikollegen aus dem Kieler Landtag, Thomas Hölck, war der SPD-Bundestagsabgeordnete zu Gast im Amt Moorrege. Hier stellte er sich den Fragen der Bürgermeister der amtsangehörigen Gemeinden. Neben Kinderbetreuung und der Integration von Flüchtlingen war der Ausbau des Breitbandnetzes das zentrale Thema des Treffens.

„Wir staunen, wie weit Sie gekommen sind“, sagte Bundestagsabgeordneter Rossmann. Er lobte damit die Arbeit des Zweckverbands Breitband Südholstein, dem der Heistmer Bürgermeister Jürgen Neumann vorsteht, und dem alle amtsangehörigen Gemeinden, die noch kein schnelles Internet besitzen, angehören. Der Bund hat 2,7 Milliarden Euro an Fördergeldern bereitgestellt, damit es bis 2018 eine Internetverbindung mit mindestens 50 Megabit für jeden Haushalt gibt. Neumann nutzte die Gelegenheit, die Ausbaupläne des Zweckverbands in bislang 14 Kommunen vorzustellen und übte Kritik an der Telekom, die ihre bestehenden Netze lediglich aufrüstet.

„Wir können den Eltern nicht erklären, dass der Kita-Besuch in Hamburg umsonst ist und in Schleswig-Holstein 400 Euro kostet“, sagte Rossmann zum Thema Kinderbetreuung. Zum 1. Januar 2017 wird deshalb in Schleswig-Holstein jeder Krippenplatz mit 100 Euro bezuschusst. „Das ist die größte je gewährte Familienentlastung“, stellte Landespolitiker Hölck heraus. Bürgermeisterin Ute Ehmke mahnte, die Kommunen nicht im Stich zu lassen − sei es als Träger von Kitas, die die Gebäude instand halten müssten, oder als diejenigen, die Defizite im Kitahaushalt auszugleichen hätten.

Der Bund hat 100.000 Arbeitsangebote, sogenannte Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen, geschaffen. Rossmann appellierte an die Bürgermeister, diese Angebote vor Ort zu nutzen. Er verprach, eine Anregung von Hetlingens Bürgermeisterin Monika Riekhof mit nach Berlin zu nehmen. Sie kritisierte, dass die Aufwandsentschädigung von ehrenamtlichen Helfern gerade dann wegfällt, wenn die Hilfe besonders nötig ist: In dem Moment, wenn den Betreuten Asyl gewährt wurde und sie auf eigenen Beinen stehen. „In der Regel sprechen dieFlüchtlinge zu dem Zeitpunkt so wenig Deutsch, dass sie weder auf dem Wohnungs- noch auf dem Arbeitsmarkt allein bestehen können“, so Riekhof.

Die Resonanz auf das schon traditionelle Jahresgespräch mit den SPD-Abgeordneten, war positiv. „Wir haben den Eindruck, dass das, was hier besprochen wird, auch in Kiel und Bonn ankommt“, formulierte Amtsdirektor Jürgensen.

zur Startseite

von
erstellt am 17.Sep.2016 | 15:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen