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Uetersener Nachrichten

28. Februar 2017 | 15:23 Uhr

Feldversuch : Elektro-Transporter für den Bauhof

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In Holm bekommt die Energiewende wenigstens zeitweise eine Chance. Die Mitarbeiter des Bauhofes sind jetzt mit einem „Eco-Carrier“ unterwegs. Der Elektro-Kleintransporter wurde der Gemeinde von E.on Hanse und seiner Tochter Schleswig-Holstein Netz AG zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des fünfwöchigen „Feldversuches Elektromobilität“ sind die Erfahrungen der Bauhofmitarbeiter gefragt. Die Fachhochschule Kiel begleitet das Projekt.

„Wir wollen ja weg von Diesel und Benzin“, erklärt Bürgermeister Walter Rißler während eines Pressegesprächs. „Mit Sicherheit“ gehöre der Elektromobilität die Zukunft. Derzeit sei die Anschaffung eines Elektrofahrzeuges allerdings noch zu teuer.

Auf eine Tradition des Hauses in Sachen alternativer Fahrzeugantriebe verweist Anja Weßel, Kommunalbetreuerin der Schleswig-Holstein Netz AG. Der Energiedienstleister habe 250 erdgasbetriebene Transporter und Pkw’s im Fuhrpark. Bei E.on sieht man Erdgas allerdings als Brückentechnologie auf dem Weg zu noch klima- und umweltschonenderen Elektrofahrzeugen an.

Die Holmer Vorgeschichte zeigt, dass die Elektromobilität noch mit Tücken behaftet ist. Denn das Projekt sollte schon im November gestartet werden, doch es gab Schwierigkeiten. „Die Batterien haben nicht die Leistung gebracht, die wir uns erwünschten“, erklärt Anja Weßel. Sie mussten gegen andere ausgetauscht werden. 80 bis 100 Kilometer kann das Fahrzeug der Marke „Eco-Craft-Automotile“ mit einer Stromladung zurücklegen. „Das passt für den Bauhof, denn 90 bis 95 Prozent der Fahrten liegen innerorts“, erklärt Rißler. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 75 Stundenkilometern gedrosselt. Den Transporter wieder aufzuladen, dauert acht Stunden.

Ein Flitzer ist das Öko-Gefährt nicht. Bauhofleiter Ernst-Herbert Kleinwort berichtet vom ersten Fahrversuch, dass man eine größere Lücke braucht, um sich in den fließenden Verkehr einzuordnen.

Fünf E-Transporter hat E.on und seine Netz AG angeschafft. Drei werden den Kommunen zur Verfügung gestellt, einer ist bei Hagenbecks Tierpark unterwegs und einer wird von dem Energieversorgungsunternehmen für die eigene Haustechnik, Logistik und Postdienste genutzt.

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erstellt am 24.Jan.2012 | 21:47 Uhr

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