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Uetersener Nachrichten

23. Juli 2016 | 15:03 Uhr

Neues Verkehrsmittel : Eine Seilbahn für Helgoland - Insel und Düne wiedervereint

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es war ein Sturm, der 1721 Helgoland in zwei Inseln teilte. In einem Bürgerentscheid in 2011 votierten 55 Prozent der Helgoländer gegen die Wiedervereinigung beider Inseln.

„Vieles sprach im letzten Jahr dafür, zwischen beiden Inseln Land zu gewinnen, um neue attraktive Lebensräume für Insulaner und Gäste zu erschaffen“, so Bürgermeister Jörg Singer. Auch Tourismuschef Klaus Furtmeier wünscht sich eine gute Anbindung beider Inseln. In einer schnelleren Verbindung sieht er die Chance, „gerade Urlaubern mit kurzem Inselaufenthalt mehr bieten zu können“.

Beide steckten ihre Köpfe zusammen und suchten eine Inselverbindung, die wirtschaftlich tragfähig und für Gäste attraktiv ist. Zudem sollte sie völlig unabhängig von Wellen, Gezeiten und kurzfristig erbaut sein. Auch einige Kritiker, die den Dünenfrieden durch Hunde und Katzen gestört sahen, konnten überzeugt werden. „Da wir beide aus Bayern kommen war klar“, so Furtmeier und Singer unisono, „dass es zwar nicht der Transrapid werden wird, sondern dass es, mit Helgoland als größte Erhebung im Kreis Pinneberg, nur ein seit Jahrzehnten in den Bergen erprobtes Verkehrsmittel sein kann“ Dass es eine Seilbahn werden wird, wurde schnell deutlich. Nun mussten Gespräche mit Herstellern geführt werden. Das österreichische Unternehmen Doppelmayr, die Nummer 1 im Weltseilbahnmarkt, kristallisierte sich nicht zuletzt durch internationale Referenzen, wie Barcelona und Koblenz als geeigneter Partner heraus.

Während der etwa 4-minütigen Fahrt gleiten dort die insgesamt 18 Kabinen am 850 Meter langen, freitragenden und über den Rhein gespannten Seil: „Die Strömungsbedingungen von Rhein und Reede sind vergleichbar“, so Magister Ekkehard Assmann, Marketingleiter bei Doppelmayr: „Wir freuen uns sehr über diesen Auftrag aus der Nordsee.“ Helgoland wird in der Lage sein, ohne zusätzliche Energie rund um die Uhr über 1 Million Gäste von der Hauptinsel zur Düne zu transportieren.

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erstellt am 30.Mär.2012 | 21:28 Uhr

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