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Uetersener Nachrichten

26. März 2017 | 05:41 Uhr

Dorfabend Ahrenlohe : Eine hohe Mauer als Stadtgrenze

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ein kurzweiliges Programm mit Musik, Theater, Sketchen und Tanz erwartete die Besucher. Das Pomm 91: zweimal ausverkauft.

Tornesch | Eine meterhohe Mauer zwischen Tornesch und Uetersen, um jegliche Fusionsversuche im Keim zu ersticken? Und für die Kosten des Bauwerks sollen die Uetersener aufkommen? Horrorvision oder irgendwann Realität? Auf jeden Fall sorgte die Idee, eine steinerne Grenze zwischen den beiden Städten zu errichten, für Lacher bei den Besuchern des Ahrenloher Dorfabends. Musik, Theater, Tanz und Sketche standen auf dem kurzweiligen Programm, durch das Dorfgemeinschafts-Vorsitzender Frank Steckmeister am Wochenende an den beiden ausverkauften Abenden im „Pomm 91“ führte.

Es war das 41. Mal, dass die Theatergruppe, der Ortsbauernverband und die Freiwillige Feuerwehr Ahrenlohe zum Dorfvergnügen einluden. Los ging es traditionell mit dem Chor „De Moorhuulers“. Unter der Leitung von Regine Koppers intonierte die 20-köpfige Singgemeinschaft mit Shantys, Popstücken und volkstümlichen Weisen einen bunten Liederreigen.

Für die ersten Lacher des Abends sorgte die Kindergruppe mit der Aufführung des Sketchs „Projekt 2017“. So manche Eltern unter den Zuschauern konnten sich und ihre Sprösslinge in der Geschichte von Olaf und Katrin wiedererkennen. Die Geschwister haben wieder einmal Stress mit ihren Eltern, weil sie ihre Zimmer nicht aufgeräumt haben. Bei einer Agentur können sie ihre Erzeuger abgeben und sich ein neues Elternpaar aussuchen. Ihre Wahl fällt schließlich auf einen HSV-Fan und dessen sich ständig stylende Ehefrau. Nach drei Tagen haben Olaf und Katrin aber die Nase voll von den Faulenzern und sehnen sich zurück nach ihren „richtigen“ Eltern. Logisch, dass die amüsante Geschichte mit einem Happy End schließt.

Die Junioren hatten sich einmal mehr einen Sketch, prall gefüllt mit Anspielungen auf Politik und Gesellschaft, ausgedacht. In „Spiegel TV“ flüchtet Prinzessin Schneewittchen vor der bösen Königin Krügelinde in den Esinger Wohld. Dort trifft sie auf die sieben Zwerge und verbündet sich mit ihnen im Kampf um das Schloss auf dem Tornescher Kreisel. Königin Krügelinde plant nicht nur den Bau einer Mauer als Stadtgrenze zu Uetersen, sondern will auch, dass Schneewittchen ihre Schönheit verliert, damit sie selbst die Schönste im ganzen Land wird. Ein Hässlichkeitstrank wird ihr jedoch zum Verhängnis, denn als sie versehentlich davon probiert, verwandelt sie sich in Donald Trump und muss ins Exil in die USA - eine amüsante Idee, die für Brüller im Publikum sorgte. Den Abschluss des Dorfabends bildete traditionell die Theatergruppe, dieses Mal mit der Aufführung des plattdeutschen Einakters „De roode Rock“ - ein Lustspiel mit allerlei Verwechslungssituationen und anderen urkomischen Szenen. Am Sonnabendabend wurde anschließend zur Musik vom Plattenteller das Tanzparkett im Pomm 91 tüchtig strapaziert.

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erstellt am 13.Mär.2017 | 16:30 Uhr

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