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Uetersener Nachrichten

08. Dezember 2016 | 05:08 Uhr

Ein tolles Team macht munter weiter

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

SprachcaféVon Schließung ist keine Rede

Im Sprachcafé wird seit Februar 2015 ehrenamtliche Arbeit in der Flüchtlingsbetreuung geleistet. In der Anfangszeit, so erinnern sich die Sprachpaten noch gut, seien es insbesondere Syrer gewesen, Menschen aus dem Iran oder auch Eritrea, die in großer Zahl an die Parkstraße 1, ins dortige Stadtwerkehaus kamen, um sich dort in der deutschen Sprache weiterbilden zu lassen.

Inzwischen sind es vor allem Afghanen, die das Sprachcafé aufsuchen. Es sind Flüchtlinge, deren Status ungewiss ist. Seit Ende des vergangenen Jahres gilt Afghanistan per Bundestagsbeschlusss als sicheres Herkunftsland, insofern ist der Ausgang eines möglichen Asylverfahrens ungewiss. Flüchtlingen aus Afghanistan werden geringe Bleibeperspektiven attestiert, insofern wird ihnen die Teilnahme an Integrationskursen verwehrt. Über diese Kurse könnten die Menschen vom Hindukusch auch ihre Kenntnisse der deutschen Sprache vertiefen.

Weil sie das gerne möchten, treffen gerade diese Erwachsenen nachmittags in dem Uetersener Jugend- und Vereinshaus zusammen und werden dort in der Zeit von 15 bis 17 Uhr betreut.

Dass das auch weiterhin so sein soll, dass an eine Schließung mitnichten gedacht wird, machten die ehrenamtlichen Helfer im UeNa-Gespräch mehr als deutlich. 30 bis 50 Teilnehmer kämen nach wie vor wöchentlich, um sich dem Thema Deutsch zu widmen.

Anders als bei der Fahrradwerkstatt wird es an der Parkstraße also auch weiterhin Angebote für Flüchtlinge geben. In der Fahrradwerkstatt war man sich einig (wir berichteten), dass nach 18-monatiger Tätigkeit alle Flüchtlinge mit einem Fahrrad versorgt werden konnten und viele erste Einblicke in die Fahrradreparatur erhalten hatten. Insofern könne man sich jetzt zurückziehen.

Die 14 im Sprachcafé engagierten Freiwilligen sehen das Sprachcafé auch als Begegnungsstätte an. Dort würden inzwischen sogar Kinder ihre Schularbeiten machen.


Patenschaften werden übernommen


Neben der Aufgabe als Sprachpaten betreuen die Freiwilligen die Flüchtlinge bei der Formulierung von Behördenschreiben, fördern die sozialen Kontakte und übernehmen zum Teil sogar intensive Patenschaften für einzelne Flüchtlingsfamilien.

Derzeit gesucht werden Bücher zum Lesen und weiterführende Sprachbücher, die sich bezüglich der Rechtschreibung auf dem neuesten Stand befinden.

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erstellt am 08.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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