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Uetersener Nachrichten

10. Dezember 2016 | 15:44 Uhr

Ein Lichtblick in der Trauer

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

martin-luther-haus Ehrenamtliche Helfer spenden Trauernden einmal pro Monat Trost und Beistand

Der Verlust eines geliebten Menschen wiegt schwer. Vielen Menschen fällt es daher nicht leicht, nach einem Todesfall mit ihrem Alltag weiterzumachen, Angehörige und Außenstehende wissen oft nicht, wie sie mit dem Trauernden umgehen sollen. Im Trauercafé Lichtblick treffen Trauernde auf Menschen mit ähnlichen Erfahrungen und ehrenamtliche Begleiter, die ihnen in ihrem Schmerz zur Seite stehen.

Jeden zweiten Donnerstag im Monat von 16 bis 17.30 Uhr kommen Menschen aus Uetersen und Umgebung im Martin-Luther-Haus zusammen, um mit ihrer Trauer nicht allein sein zu müssen. „Das Angebot ist von Konfession, Kirchenzugehörigkeit und Nationalität unabhängig. Jeder kann kommen“, versichert Ingeborg Möller. Zusammen mit fünf weiteren freiwilligen Helfern begleitet sie die Menschen beim Trauerprozess. Gegründet wurde das Trauercafé Lichtblick 2008, damit sich Menschen nach einem Todesfall mit anderen Trauernden im geschützten Rahmen austauschen können. Seitdem haben Ingeborg Möller und ihr Team schon vielen Betroffenen geholfen, den Weg zurück ins Leben zu finden.

Die Treffen folgen in der Regel demselben Muster: Bei Kaffee, Tee und Gebäck soll in Tischgruppen zunächst ein ungezwungener Austausch unter den Teilnehmern entstehen. Anschließend wird in großer Runde ein Gespräch zu einem bestimmten Thema begonnen, das zuvor von Ingeborg Möller und ihrem Team vorbereitet wurde, etwa Fragen zur Grabpflege oder wie man mit den Sachen des Verstorbenen umgeht. Jeder, der möchte, kann etwas zum Gespräch beitragen, ohne sich Sorgen machen zu müssen: „Alles, was hier erzählt wird, bleibt hier“, konstatiert Ingeborg Möller. Doch auch, wer einfach nur schweigen möchte, ist bei den Treffen stets willkommen.

Beim Trauercafé Lichtblick handelt es sich nicht um ein Therapieangebot, sondern um eine offene Einrichtung. Das bedeutet, dass eine vorherige Anmeldung nicht nötig ist und keine regelmäßige Teilnahme erwartet wird. „Jeder kommt so oft, wie er es braucht“, sagt Ingeborg Möller. Daher variieren die Teilnehmerzahlen, doch in der Regel erscheinen drei bis 13 Personen zu den Treffen. Die Altersgruppen sind eher gemischt. Frauen suchen etwas häufiger als Männer den Austausch im Trauercafé. Begleitpersonen können gerne mitgebracht werden, wenn man nicht alleine kommen möchte. Bei Unsicherheiten vor dem ersten Treffen können Interessierte auch telefonisch Kontakt zum Trauercafé Lichtblick suchen. Ingeborg Möller steht unter der Telefonnummer (0  41  22) 4  10  70 zur Verfügung.

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erstellt am 24.Aug.2016 | 19:38 Uhr

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