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Uetersener Nachrichten

10. Dezember 2016 | 23:34 Uhr

Erinnerungen wurden wieder wach : Ehemalige Mitarbeiter des Kreiskrankenhauses Uetersen feiern ein Wiedersehen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

130 ehemalige Mitarbeiter des Kreiskrankenhauses Uetersen (RegioKlinik) feierten nach zwölf Jahren ein Wiedersehen.

Uetersen | Für viele Uetersener und Menschen aus der unmittelbaren Umgebung der Rosenstadt war es der Medizinskandal schlechthin: 2004 ist das Uetersener Krankenhaus geschlossen worden. Obwohl es, als einziges Haus im Verbund der RegioKliniken schwarze Zahlen geschrieben habe, wie damals seitens derer, die sich den Erhalt des Bleekerstifts gewünscht hatten, zu hören war. Doch aller Protest half nichts. Vor nunmehr zwölf Jahren endete die 130-jährige Geschichte des Krankenhauswesens in Uetersen.

Die Lichter gingen aus, die mehr als 300 Mitarbeiter wurden auf die weiteren drei Häuser der RegioKliniken verteilt, suchten sich etwas Neues oder gingen in den Ruhestand. Manche von ihnen wurden auch in den Ruhestand versetzt, was ebenfalls Wellen der Empörung auslöste. Inzwischen ist die Geschäftsleitung von Regio in das Gebäude an der Bleekerstraße ein- und auch wieder ausgezogen, wurde dort eine Pflegeschule eröffnet und wieder geschlossen. Das Haus, nach wie vor im Eigentum der Kliniken von Kreis und Sana, dient inzwischen als Filmkulisse und bietet mindestens einer Marderfamilie ein Zuhause. Der Außenbereich macht einen stark verwahrlosten Eindruck, aktuelle Bilder vom Innenleben bestätigen den gewonnenen Eindruck. Das gesamte Gebäude steht zum Verkauf − Investitionen in den Bestand und das Drumherum lohnen sich daher ganz offensichtlich nicht mehr.

Fünf Frauen bereiteten das Wiedersehen vor

Das alles und noch viel mehr bildeten die Gesprächsgrundlagen beim großen Wiedersehen der früheren Mitarbeiter am Sonnabend in Elmshorn. Yvette Schilke, Sandra Rath, Sonja Block, Jeanette Peters und Jenny Lömke waren es, die die Idee dieses Wiedersehens nach zwölf Jahren hatten. Es habe schon einige Mühe gekostet, die Ehemaligen, von denen viele nicht mehr im Kreis Pinneberg lebten, wiederzufinden, gestand die frühere Uetersenerin Yvette Schilke. Doch schließlich waren 80 Adressen ausfindig gemacht worden, am Ende seien es 130 Ehemalige gewesen, die zugesagt hätten. „Da haben wir Schluss machen müssen, mehr Platz gab es nicht im großen Saal der Gaststätte Wilhelmshöhe.“ Neben der Gelegenheit zum ergiebigen Klönen sorgten ein Buffet und Lichtbilder aus alten, gemeinsamen Krankenhauszeiten für Aufmerksamkeit, bevor das große Gruppenbild angefertigt wurde. Der Abend endete mit dem Versprechen, sich nunmehr nicht erst nach zwölf Jahren wiederzusehen. Schon 2019 soll daher erneut zu einem Ehemaligen-Treffen eingeladen werden. Dann nach Uetersen, womöglich vis-à-vis der früheren Arbeitsstätte − in der Schulmensa an der Bleekerstraße. Dann ist eine Obergrenze bei der Teilnehmerzahl auch überflüssig. Denn die Mensa bietet allen Ehemaligen ausreichend Platz.

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erstellt am 17.Okt.2016 | 13:00 Uhr

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