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Uetersener Nachrichten

08. Dezember 2016 | 12:59 Uhr

Displays sollen Raser abhalten

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

KompromissAus von der SPD geforderter Geschwindigkeitsreduzierung wurde vorerst eine mobile Verkehrsdatenerfassung

Im Juni vergangenen Jahres hatten die Sozialdemokraten Anträge eingebracht, die zu mehr Verkehrssicherheit sowie Lärm- und Geschwindigkeitsreduzierungen an der Ahrenloher Straße und am Ortseingang von Heidgraben kommend dienen sollten. Das Ergebnis sind allerdings vorerst nur drei Geschwindigkeitsdisplays, die stadtein und -auswärts zwischen Kreisverkehrsplatz und Tunnel an der Ahrenloher Straße und an der Friedrichstraße stadteinwärts aufgestellt wurden.

Die Sozialdemokraten bezeichnen dieses Ergebnis als „kleinsten gemeinsamen Nenner“, den die Verwaltung, das Kreisverkehrsamt, der für die beiden Landesstraßen L107 und L110 zuständige Landesbetrieb Verkehr und Straßenbau und die SPD-Politiker vorerst finden konnten. Ihr Ziel, den Verkehrslärm auf der Ahrenloher Straße zu reduzieren und das unter anderem durch Tempo 30-Einführung in den Nachtstunden zu erreichen, bleibt bestehen.

Die Standorte der Geschwindigkeitsdisplays in Höhe des Kreisverkehrsplatzes und an der Friedrichstraße sind zudem auch nicht die Standorte, die sich die Sozialdemokraten gewünscht hätten. Doch auch bei der Standortfrage hatte der Landesbetrieb Verkehr und Straßenbau das entscheidende Wort. Aus Richtung Heidgraben war es den Sozialdemokraten eigentlich um das Teilstück der L107 gegangen, auf dem zwischen beiden Orten Tempo 70 gilt. Die Politiker hatten eine Reduzierung auf Tempo 50 gefordert, um eine Gefährdung von Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern, die vom Pracherdamm und Koppeldamm kommend die L107 kreuzen, zu reduzieren. Auch die Sicherheit der Wartenden an den beiden Bushaltestellen Höhe Pracherdamm hatten die Sozialdemokraten im Blick.

Die Geschwindigkeitsreduzierung wurde von der Landesbehörde abgelehnt. Das gewährte Geschwindigkeitsdisplay wurde nun aber nicht vor dem Kreuzungsbereich Pracherdamm/Koppeldamm installiert, sondern noch weit hinter der Bushaltestelle. „Die Anzeiger stehen dort, wo wir sie aufstellen durften“, macht Bauamtsleiterin Marion Grün deutlich. Allerdings sind die Anzeiger mit den Schriftzügen „Langsam“ beziehungsweise „Danke“ weithin sichtbar und so geschaltet, dass sie die Fahrzeugführer vor dem Kreuzungsbereich auf das gefahrene Tempo aufmerksam machen.

11300 Euro hat die Stadt in die Anschaffung und Aufstellung der drei Geschwindigkeitsdisplays investiert. „Wir hoffen, dass die Anzeiger an allen drei Standorten zu einer Geschwindigkeitsreduzierung beitragen“, so Marion Grün.

Auch SPD-Ratsherr Manfred Fäcke hofft, dass die Geschwindigkeitsdisplays etwas bewirken. „Wir warten erst einmal die Auswertung der Messdaten ab, bleiben aber am Thema dran. Wenn die Daten zeigen, dass gerast wird, reichen Displays nicht.“

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erstellt am 23.Aug.2016 | 16:43 Uhr

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