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Polizeistatistik 2016 : Die Zahl der Straftaten in Uetersen ist gesunken

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

2016 sind in Uetersen und Tornesch 2494 Delikte erfasst worden. Dabei zu vermerken - es hat mehr Wohnungseinbrüche gegeben.

Uetersen | Die Zahl der Straftaten ist im Zuständigkeitsbereich der Polizeistation Uetersen zurückgegangen. Die Kriminalstatistik der Polizei weist aus, dass es im vergangenen Jahr 2494 registrierte Delikte gegeben hat. 2015 waren es laut Statistik noch 2699 angezeigte Straftaten aus, das entspricht einem Rückgang von 7,6 Prozent.

Der Leiter der Uetersener Polizeistation, Hans Otto Crantz, zeigte sich gestern zufrieden mit dem Ergebnis: „Man kann damit leben. Ich bin auch mit der Aufklärungsquote von 58,1 Prozent in Uetersen sehr glücklich. Das ist schon fast rekordverdächtig.“ Bereits in 2015 betrug die Aufklärungsquote der Uetersener Station 56,7 Prozent. In der Polizeistation Tornesch, die 2016 geschlossen worden ist, belief sich die Aufklärungsquote 2015 auf 47 Prozent und in diesem Jahr (rechnerisch) auf 48,1 Prozent.

Der Rückgang bei den Straftaten bildet sich jedoch nicht überall ab. Bei den Rohheitsdelikten, wie Körperverletzung und Raub, verzeichnet die Statistik gegenüber dem Vorjahr (314 angezeigte Fälle) einen Anstieg um 23 auf 337 Straftaten. In diesem Bereich ist aber auch die Aufklärungsquote mit 94,3 Prozent in 2016 besonders hoch. Der Grund: Täter und Opfer würden sich in der Regel gut kennen, weil es sich sehr oft um Beziehungstaten handele, so Frank Lassen, stellvertretender Revierleiter in Wedel. Gemeinsam mit Crantz stellte er die Zahlen gestern vor.

 

Beim so genannten Diebstahl unter erschwerten Bedingungen hingegen ist der registrierte Rückgang der Straftaten ablesbar. Während es 2015 im Bereich Uetersen und Tornesch 398 Fahrraddiebstähle, Einbrüche oder Ähnliches gegeben hatte, sank die Zahl im vergangenen Jahr um 24 Taten. Bei den Einbrüchen ist im Uetersener Stationsbereich ein leichter Anstieg festzustellen. 2015 registrierte die Polizei 55, 2016 58 Delikte. Wobei, so Lassen, es in 35 Prozent der Fälle beim Versuch geblieben sei. Präventiver Einbruchsschutz lohne sich, so Lassen. Insbesondere jetzt, da sich der Staat mit 20 Prozent an den Investitionskosten beteilige (ab einer Summe von 2000 Euro). Die Zahl der Tageswohnungseinbrüche ist von 19 auf 23 ebenfalls leicht angestiegen.

Die meisten Täter seien männlich, so die beiden Polizisten. Von den 618 in Uetersen und Tornesch ermittelten Tatverdächtigen waren 2016 142 unter 21 Jahre alt und 113 davon männlich. 65 Prozent aller ermittelten Täter stammten aus ihrer eigenen Gemeinde, nur vier Prozent der Tatverdächtigen seien aus Hamburg gekommen.

 

Dass Alkohol- und Drogenkonsum eine Rolle bei der Tatausführung spielen, belegt die Statistik ebenfalls. Rund 20 Prozent aller Verdächtigen standen unter Alkoholeinfluss, etwa zehn Prozent konsumierten vor ihrer Tat Drogen. Ausgewertet wurden schließlich auch die von Flüchtlingen verübten Straftaten. Diese beliefen sich 2016 auf 91 Fälle. 28-mal wurden Flüchtlinge im Bereich Uetersen 2016 Opfer einer Straftat. Crantz und Lassen bewerteten zudem das Anzeigeverhalten Tornescher Bürger nach Schließung der Station zum April 2016. Seit drei Monaten habe es in Tornesch keine Anzeigen mehr gegeben, trotz wöchentlicher, sechsstündiger Anwesenheit der Beamten. Die Lage müsse daher neu bewertet werden.

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erstellt am 03.Mär.2017 | 12:00 Uhr

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