zur Navigation springen

Uetersener Nachrichten

11. Dezember 2016 | 05:19 Uhr

Rathausneubau : Die SPD lässt sich nicht drängeln

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Beschluss zur Sanierung oder zum Neubau des Rathauses ist vertagt. Die SPD-Fraktion hat noch Beratungsbedarf.

Tornesch | CDU und FDP ließen in der Sitzung des Hauptausschusses erkennen, dass sie keinen weiteren Beratungsbedarfs zum Thema Rathausneubau im Ortszentrum oder Sanierung haben und von der SPD eine Positionierung erwarten. CDU und FDP sehen die Sanierung des Verwaltungsgebäudes als richtige Schlussfolgerung aus dem Kostenvergleich. „Wir würden uns einen gemeinsamen Beschluss für eine Sanierung wünschen“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Christopher Radon (Foto). Die Sozialdemokraten, auf deren Initiative hin eine Einwohnerversammlung zum Rathaus-Thema einberufen worden war, erreichten als Mehrheitsfraktion jedoch weitere Beratungszeit. „Aus meiner Sicht war die Festlegung der CDU auf eine Rathaussanierung ein Schnellschuss. Wir überplanen unseren Ortskern und da sollte man sich für die Überlegung, das Rathaus dort neu zu bauen, genügend Zeit lassen und alle Vor- und Nachteile genau abwägen. Wir werden noch einmal in Ruhe in der Fraktion mit einem Fachmann darüber sprechen und auch die Wünsche von Bürgern, die sich an der SPD-Umfrage in ’Unser Tornesch’ beteiligt hatten, betrachten“, betonte SPD-Ratsherr Manfred Mörker.

Auch die Entscheidung zum CDU-Antrag auf Sanierung des Rathauses wurde mit fünf SPD-Stimmen gegen die vier Stimmen von CDU und FDP vertagt. „Bei der Entscheidung für den Abriss des Abschiedshauses des Tornescher Hofes habt ihr euch nicht so viel Zeit gelassen“, warf Christopher Radon den Sozialdemokraten vor. Dies sei Schnee von gestern und die Abriss-Entscheidung keine Mehrheitsentscheidung der SPD gewesen, konterte Manfred Mörker. Auch mit ihrem Antrag zur Einrichtung eines Bürgerbüros im Stadtzentrum als Anlaufstelle der Verwaltung kam die CDU nicht durch. Nach von der Verwaltung und der SPD vorgebrachten Argumenten, dass es bereits einen mobilen Bürgerservice gibt, kein Raum für die Einrichtung eines Bürgerbüros zur Verfügung steht und die Einrichtung eines Bürgerbüros mit weiteren Personalkosten verbunden sei, zogen die Christdemokraten ihren Antrag zurück. „Wir warten die Entscheidung der SPD zum Rathausstandort ab und kommen mit einer modifizierten Vorlage wieder“, kündigte Christopher Radon an.

Der CDU-Antrag, sich über das Bürgerservice-Portal des Rathauses Norderstedt zu informieren, fand die Zustimmung von SPD und FDP. Allerdings wurde auf Anregung der Verwaltung nicht eine Informationsfahrt nach Norderstedt beschlossen, sondern, einen Mitarbeiter der Norderstedter Verwaltung zu einer Präsentation des Bürgerservice-Portals in den Hauptausschuss einzuladen.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 12.Okt.2016 | 16:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen