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Klappbrücke über die Pinnau : Die Bauarbeiten sind in vollem Gange

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Brückenlager werden repariert und Spannbetonträger für bessere Tragfähigkeit verstärkt.

Uetersen | Pünktlich um 7 Uhr haben am vergangenen Sonnabend alle Vorbereitungen für die Reparaturarbeiten an der Klappbrücke über die Pinnau zwischen Uetersen und Moorrege begonnen. Rund um die Uhr wurde am Wochenende gearbeitet und auch in den kommenden Tagen erfolgt die Umsetzung der Verstärkungsmaßnahmen an den Spannbetonträgern und die Instandsetzung von Brückenlagern. Denn Ziel ist, die Brücke am Donnerstag vor Ostern, 13. April, wieder für den Straßen-, Rad- und Fußgängerverkehr freizugeben.

Bis dahin wird der öffentliche Straßenverkehr weiträumig umgeleitet. „Wir haben die umfangreichen Reparaturarbeiten, die nur im geöffneten Zustand der Brücke erfolgen können, bewusst in die schulfreie Zeit gelegt und setzen alles daran, den Termin 13. April zu halten. Uns ist die große Bedeutung der Brücke als Straßenführung der B  431 bewusst“, betont Claus Reese, Sachgebietsleiter Brückenbau beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV.SH). Auftraggeber für die dringenden Arbeiten zur Sicherung der Tragfähigkeit an der 1951 gebauten und zuletzt 2002 sanierten Brücke ist die LBV. SH. Die Sanierungskosten werden auf 155.000 Euro geschätzt. Claus Reese und Bauleiter Michael Lehmann vom bauausführenden Unternehmen Strabag AG, Bereich Sonderbau, betreuen die nach einem strikten Zeitplan erfolgenden und ineinandergreifenden Arbeiten. 15 bis 20 Fachkräfte sind täglich im Einsatz. „Sicherheits- und Gesundheitskoordination spielen bei dieser Baustelle eine große Rolle“, betont Reese.

Am Sonnabend erfolgten die vorbereitenden Arbeiten bei noch geschlossener Brücke.
Am Sonnabend erfolgten die vorbereitenden Arbeiten bei noch geschlossener Brücke. Foto: Sylvia Kaufmann
 

Die ersten Arbeiten am Sonnabend erfolgten noch im geschlossenen Zustand der Brücke. Auf den Spannbeton-Vorlandbrücken, dem Übergang von der Straße zur beweglichen Stahlbrücke, wurden der Asphaltbelag entfernt und 350 Stahlbohrungen eingebracht, um Schubrisse zu verhindern. Am gestrigen Sonntag wurde die Brücke aufgeklappt, um mit den Arbeiten an den Brückenlagern beginnen zu können. „Fünf Rollen werden entrostet und neu beschichtet beziehungsweise ausgetauscht. Diese Arbeiten hätten unabhängig von den Verstärkungsmaßnahmen an den Spannbetonträgern sowieso erfolgen müssen. Denn der Zustand der Rollen, die auf einer eingefassten Stahlplatte liegen, wird jährlich überprüft“, so Reese.

Die immer größer werdende Belastung durch Pkw- und Lkw-Verkehr hat nun jedoch auch eine Verstärkung der Spannbetonträger notwendig gemacht, um die Verbindung zwischen den Trägern und der aufliegenden Platte in eine Tragfähigkeit zu versetzen, die heutigen Bemessungsparametern entspricht. Im Zuge der Erkenntnisse einer neu erfolgten statischen Überprüfung und Nachrechnung war das Überfahren der Brücke mit Fahrzeugen über 7,5 Tonnen bereits seit 23. März untersagt. „Diese Gewichtsbeschränkung wird ab 13. April wieder aufgehoben“, so Reese.

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