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Uetersener Nachrichten

04. Dezember 2016 | 21:16 Uhr

Politische Bildung in Uetersen : Die Aufgaben des Parlaments

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann war zu Gast in der Rosenstadtschule.

Uetersen | Was macht eigentlich ein Bundestagsabgeordneter den ganzen Tag? Zehntklässler der Rosenstadtschule wollten es wissen und freuten sich daher über eine Zusage des SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann, zu ihnen in die Schule zu kommen und unter anderem diese Frage mit ihnen zu klären.

Die Schüler waren zuvor einer Einladung Rossmanns in die Hauptstadt gefolgt, um sich im politischen Berlin umzuschauen. So wurde natürlich auch der Deutsche Bundestag erkundet. Es sei, bekundeten die Schüler jetzt, ein sehr spannender Aufenthalt gewesen. Rossmann konnte bei dem Besuch der Schüler nicht anwesend sein, da dieser während einer sitzungsfreien Woche erfolgte und er daher im Kreis Pinneberg gewesen sei.

Ernst Dieter  Rossmann.

Ernst Dieter  Rossmann.

Die beiden zehnten Klassen, die sich in einem Mehrzweckraum der Schule versammelt hatten, um dem Bundespolitiker zu lauschen, erfuhren von diesem jede Menge Details. Er sei einer von 630 Abgeordneten, sagte der SPD-Politiker und stellte klar, dass es ihm bei seinem Besuch auf die politische Bildung aufkomme, dabei spiele seine Parteizugehörigkeit keine Rolle. Diese könne und solle nicht Thema sein. Rossmann erklärte die Funktionsweise des Parlaments und seiner Abgeordneten. Bundespolitiker hätten zwei Arbeitsplätze, einen in Berlin und einen im jeweiligen Wahlkreis. Rossmann unterhält in Pinneberg ein Abgeordnetenbüro, das von Bürgern jederzeit aufgesucht werden kann.

Der in Elmshorn Lebende ist gerne Volksvertreter in der Region. Zu seinem „Bezirk“ gehören 49 Städte und Gemeinden - von Elmshorn bis Bullenkuhlen. Er erläuterte, dass ein Bundestagsabgeordneter nicht für alles zuständig sei. Vieles, was sich auch die Schüler wünschten (zum Beispiel Burger King, Treffpunkte für Jugendliche, bessere Verkehrsanbindung, einen ausgebaggerten Hafen) liege in der Entscheidungsbefugnis von Kommune oder Land. Der Bundestag entscheide vielmehr über all das, was ganz Deutschland betreffe. Und dabei entscheidet Rossmann als Volksvertreter mit. Erläutert wurden die Zuständigkeiten der Bundestagsabgeordneten, die Bezüge der Männer und Frauen, die dort Mitglied sind und das Gesetzgebungsverfahren auf Bundesebene.

Der Dialog zwischen versammelter Schülerschaft und Politiker war unübersehbar zurückhaltend. Das Interesse an der „großen Politik“ muss sich, bis auf wenige Ausnahmen, erst noch entwickeln. Rossmann, der selbst als Kommunalpolitiker begonnen hatte, riet den Schülern, sich erst einmal vor Ort zu engagieren. Vielleicht auch im Jugendbeirat.

Um das Interesse der Jugendlichen am politischen Geschehen vor Ort zu wecken, gibt es im Rathaus seit mehreren Jahren das Planspiel Ratsversammlung, bei dem sich Schüler mit fiktiven Problemen „vor der eigenen Haustür“ befassen. Auch ältere Rosenstadtschüler sind regelmäßig dabei.

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erstellt am 21.Okt.2016 | 14:00 Uhr

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