zur Navigation springen

Uetersener Nachrichten

06. Dezember 2016 | 13:07 Uhr

Test in der Fussgängerzone : Der Rettungsweg ist versperrt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die beiden zu Testzwecken eingesetzten Feuerwehrfahrzeuge mussten oft stoppen.

Uetersen | Die Feuerwehr ist am Mittwoch mit zwei Fahrzeugen durch die Fußgängerzone gefahren und hat den Rettungsweg, der gemäß eines politischen Beschlusses mit Erdnägeln bestückt worden ist, auf Schwachstellen hin untersucht. Mehrfach mussten der Leiterwagen und das Löschfahrzeug stoppen, weil Markisen vor einigen Geschäften zu weit ausgefahren waren, Kleiderständer den Rettungsweg versperrten oder Caféstühle in den auszusparenden Weg ragten. Auch mehrere Autos parkten an nicht genehmigter Stelle.

Zudem stellte die Feuerwehr fest, dass Äste mehrerer Fuzo-Bäume zu tief hingen. Insbesondere stellen diese eine Gefahr für den elektronisch gesteuerten Korb der Drehleiter dar. Er kann  leicht beschädigt werden. Das Rettungsgerät wäre dann nicht mehr einsatzbereit und müsste aufwändig repariert werden.

Begleitet wurde die Feuerwehr von Mitarbeitern des Ordnungsamtes und der Stadtplanung. Politiker waren von der Begehung nicht in Kenntnis gesetzt worden, was von Bernd Möbius von der Grünenfraktion kritisiert wurde. Er hatte zufällig von der Begehung erfahren. Zwar, so Möbius, handele es sich um Verwaltungshandeln aber die Verwaltung involviere die Politik zuweilen auch, wenn sie eigentlich gar nicht gefragt sei. Bürgermeisterin Andrea Hansen informierte auf Nachfrage darüber, dass die aufgenommenen Daten nun ausgewertet würden. Ob der Rettungsweg angepasst werden oder sich etwas anderes ändern müsse, hänge einzig und alleine von der Feuerwehr ab. Die, so die Bürgermeisterin, müsse mit ihren Fahrzeugen dort durchfahren können.

Eine Entscheidung werde vermutlich nach dem Sommer fallen. Bei Veränderungen des Wegs werde die Politik natürlich eingeschaltet. Zum in Uetersen immer wieder aufkochenden Erdnägel-Thema befragt, sagte Andrea Hansen, dass es zwei Beschwerden von Bürgerseite gegeben habe, mehr nicht. Erdnägel seien völlig normal und kämen in vielen Städten vor. Manchmal benötige es etwas Zeit, um sich daran zu gewöhnen.

zur Startseite

von
erstellt am 28.Jul.2016 | 13:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen