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Uetersener Nachrichten

21. Februar 2017 | 10:51 Uhr

Sterneküche für kleine Gaukler : Der Nachwuchs kümmert sich um Schmettelringe und Bienen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Tornescher Kindergarten legt Schmetterlings- und Bienengarten an im Bemühen, den Tieren einen Lebensraum zu bieten.

Tornesch | Sie strahlen Ruhe und Leichtigkeit aus, begeistern mit ihren Farben und den außergewöhnlichen Mustern: Schmetterlinge. Ein Sommer ohne die bunten Gaukler ist nicht denkbar. Und doch wird ihr Anblick immer seltener, den Faltern fehlen günstige Wetterbedingungen und ein geeigneter Lebensraum. Im evangelischen Kindergarten im Tornescher Wachsbleicherweg wird jetzt gegengesteuert. Seit Ende vergangener Woche gehört ein Schmetterlings- und Bienengarten zu den Attraktionen.

Fetthenne, Schmetterlingsflieder, Berberitze − jede Schmetterlingsart hat ihre Lieblingsblume. Hier finden die Raupen Nahrung, saugen die Falter Nektar. Nur mit den richtigen Blüten lockt man sie an. Im Beet vor der Eingangstür zur Kindertagesstätte stimmt die Mischung, das war am Freitag deutlich zu erkennen. Obwohl noch klein, waren die Pflanzen schon Anziehungspunkt für die zarten Insekten. „Diese Fläche bot sich einfach an“, sagt Leiterin Martina Droste, die die Idee, die Schöpfung noch stärker als bisher in den Mittelpunkt der Arbeit zu stellen, mit ihrem Team zusammen entwickelte. Seitdem werden auf dem Gelände Obst und Gemüse angebaut.

Höhepunkt ist die Arbeit für bedrohte Tiere, in diesem Fall die Schmetterlinge und Bienen. Also züchteten die Kinder Raupen, zogen sie groß und wilderten die Schmetterlinge am Ende aus, sie informierten sich über geeignete Pflanzen, schafften sich Bücher zu dem Thema an und sind jetzt allesamt Falter-Experten. „Uns geht es darum, die Kinder für die Wunder der Schöpfung zu sensibilisieren“, sagt Martina Droste. Dafür legte sich auch Küster Detlev Hinz mächtig ins Zeug, der die Vorarbeiten verrichtete, Bäume fällte und Büsche entfernte. Schüler legten anschließend zusammen mit den Kinder das Beet an und streuten Rindenmulch. „Wir wünschen uns nun, dass sich die Pflanzen gut entwickeln und einmal reichlich Unterschlupf bieten“, so Martina Droste.

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erstellt am 25.Jul.2016 | 13:00 Uhr

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