zur Navigation springen

Uetersener Nachrichten

09. Dezember 2016 | 08:52 Uhr

„Haben Kinder keine Lobby?“ : Der Bauausschussvorsitzende kritisiert den Zustand mehrerer Spielplätze in Uetersen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Holger Köpcke vermisst städtisches Engagement. Die Stadtverwaltung handelt aber bereits.

Uetersen | Holger Köpcke (BfB), Vorsitzender des Ausschusses für Bau-, Umwelt- und Verkehrswesen, bereitet der Zustand so mancher Kinderspielplätze große Sorge. Er vermisst städtisches Engagement in dieser Sache. Beispiel eins: Während der Begehung der Spielplätze durch den Sozialausschuss am 19. März wurde ein Kletterkrokodil wegen der vielen scharfen Stellen moniert − ein solches Spielgerät gehöre unverzüglich abgesperrt und repariert, so Köpcke. Doch nach wie vor tue sich nichts.

Unweit davon befindet sich Köpckes zweites Beispiel: eine völlig verwahrlost wirkende Sandkiste. Der Sand müsste, so Köpcke, dringend ausgetauscht und der optische Zustand verbessert werden. Die Bürgermeisterin wolle bis zum Herbst warten. Beispiel drei: zwei Trampoline im Außenbereich der beiden städtischen Kindergärten. Diese seien unzulässig. Es würde sich um bloßes Spielzeug handeln und eine Gefahr für Kinder darstellen. Gemäß einer DIN-Norm sei die Stadt verpflichtet, gerade bei Spielgeräten auf Kinderspielplätzen Vorsicht walten zu lassen. Die beiden Trampoline müssten sofort gesperrt werden. Das fordere auch das Protokoll zur Begehung.

Das ist eines der beiden Trampoline, die auf dem Gelände des städtischen Kindergartens aufgestellt wurden. Über deren Zulässigkeit wird entschieden.
Das ist eines der beiden Trampoline, die auf dem Gelände des städtischen Kindergartens aufgestellt wurden. Über deren Zulässigkeit wird entschieden. Foto: Plath

Köpcke ärgert sich aber auch über seine Kollegen aus der Politik. Beide großen Fraktionen hatten durchgesetzt, die reservierte Grünfläche für einen Spielplatz am Heidweg umzuwandeln – in Bauland. Lediglich eine minimale Fläche für einen Spielplatz sei übriggeblieben.

Der Zustand der öffentlich zugänglichen Spielflächen aber sei nur ein ärgerliches Thema. Ein weiterer Dorn im Auge ist Köpcke der Zustand von Langes Tannen. Hier gelte es insbesondere im Bereich des Karpfenteiches erneut aktiv zu werden, um die Natur bei der Gewässerregeneration zu helfen. Dieses Thema werde er zu gegebener Zeit aufgreifen, kündigte der BfB-Mann an − falls nicht gehandelt werde.

Anja Stange, Leiterin des Bürgerservice, sagte auf Nachfrage, dass der Austausch des Sandes bereits beauftragt worden aber eine zeit- und kostenintensive Maßnahme darstelle und daher in den Sommerferien stattfinde. Ob das Krokodil gesperrt werden müsse, werde in Kürze entschieden. Und die beiden Trampoline würden zu therapeutischen Zwecken genutzt. Auch über deren Zulässigkeit werde dieser Tage mit fachlicher Unterstützung beraten.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 26.Mai.2016 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen