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Uetersener Nachrichten

09. Dezember 2016 | 16:31 Uhr

Das LMG bereitet aufs Leben vor

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

ZertifizierungUetersens Gymnasium erhält als eine der ersten Schulen im Land das begehrte Berufswahlsiegel Schleswig-Holstein

Einer der wichtigsten Aufträge von Schule ist es, Kindern und Jugendlichen begreiflich zu machen, dass sie weder für die Schule noch für ihre Lehrer lernen sollen, sondern für sich selbst.

Seit geraumer Zeit sind Schulen im Wettbewerb. Eltern genießen die freie Schulwahl, auch am Schulbezirk vorbei. Die Marktwirtschaft ist angekommen im früher so geschützten Raum. Gut, besser oder am besten? Schulen wetteifern miteinander, legen sich Profile zu und setzen Schwerpunkte. Messbar ist der Erfolg zum Beispiel anhand von steigenden Anmeldezahlen. Aber auch Anerkennung von Dritter Seite gibt es. Zertifikate, Plaketten und Siegel werden gesammelt, präsentiert und auch ganz offensiv werbend genutzt.


Endlich ist auch der Norden dabei


Als letztes Bundesland hat Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr das Berufswahlsiegel eingeführt. Ein Zertifikat, das für Schulen gedacht ist, die „ihre Berufs- und Studienorientierung (BSO) in vorbildlicher Weise konzipieren und umsetzen und ihre Schülerinnen und Schüler individuell, systematisch und praxisnah auf das Berufsleben oder das Studium vorbereiten“, wie es im Kriterienkatalog der drei Partner dieses Siegels heißt. Das sind das Ministerium für Schule und Berufsbildung, die Landesarbeitsgemeinschaft Schulewirtschaft Schleswig-Holstein und die Vereinigung der Unternehmerverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Schule soll auf das Leben vorbereiten, und die Wirtschaft braucht top-ausgebildete, motivierte junge Menschen. Der Weg ist dabei das Ziel − das Berufswahlsiegel soll sichtbar machen: Hier klappt das vorbildlich.

Das Ludwig-Meyn-Gymnasium hat sich um das Siegel als eine der ersten Schulen im Land beworben. Ein mehrköpfiges Gremium hat das LMG in der Folge auf Herz und Nieren getestet und durchleuchtet. Die von den Experten zu klärende Frage lautete dabei: Handelt es sich bei dem Kandidaten wirklich um eine „Schule mit vorbildlicher Berufs- und Studienorientierung?“ Sagen kann schließlich jeder viel. Vorweggenommen sei, dass das Uetersener Gymnasium alle Hürden genommen und das Siegel erhalten hat. Lehrer Lars Koesterke, der am LMG für die Berufs- und Studienorientierung zuständig ist, kam jedoch mächtig ins Schwitzen, als er das 40seitige Formular ausfüllen durfte. Nicht, weil es an geeigneten Maßnahmen mangelte, ganz im Gegenteil − es war eine Fleißarbeit, die von Seiten der Zertifizierer verlangt wurde. So galt es zunächst, Grundlegendes in aller Kürze zu präsentieren und in der Folge die herausstechenden Besonderheiten in aller Ausführlichkeit.

Im Detail kann der Leistungskatalog auf dem Gebiet der Berufs- und Studienorientierung der Homepage der Schule entnommen werden: www.ludwig-meyn-gymnasium.eu/förderung-beratung/berufs-und-studienorientierung.

Unterschieden wird beim Angebot zwischen der Mittel- und der Oberstufe. Zwar sollen Gymnasien zum Abitur führen und die Schüler in die Lage versetzen, studieren zu können, doch längst nicht jeder erreicht dieses Klassenziel. Daher wird auch die ausbildende Wirtschaft in das Beratungsangebot einbezogen.

Das begehrte Siegel wurde Kösterke jetzt im Beisein der Ministerin in Kiel überreicht. Insgesamt erhielten landesweit 60 Schulen, darunter Förderzentren, Gemeinschaftsschulen mit und ohne Oberstufe, weitere Gymnasien und Berufsbildende Schulen sowie Regionale Berufsbildungszentren eine entsprechende Urkunde. Das Siegel gilt für ein Jahr. Dann wird das Schulangebot hinsichtlich seiner Vielfalt und Kontinuität überprüft.


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erstellt am 28.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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