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Uetersener Nachrichten

07. Dezember 2016 | 19:32 Uhr

Blues-Musik wie am Mississippi

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

konzert Marc Breitfelder und Georg Schroeter begeisterten 80 Gäste in der Museumsscheune

Das groovte! Marc Breitfelder und Georg Schroeter ließen es am Mittwochabend in der Museumsscheune von Langes Tannen „bluesen“. 80 Gäste waren der Einladung von Manuela Brocks (Café Langes Mühle) und Organisator Alfred Pelzer (kleines Foto) an die Heidgrabener Straße gefolgt. Sie wurden nicht enttäuscht. Und das ist noch untertrieben! Denn die Erwartungen waren hoch, wurden jedoch von den beiden Hochkarätern noch übertroffen.

Pelzer, Moderator des Abends hatte die beiden Musiker zu Beginn des Konzerts vorgestellt. Der Uetersener Kontrabassist kennt beide von einer gemeinsamen Tour durch Norwegen. Basis der größtenteils improvisierten Musik von Georg Schroeter (Piano und Gesang) und Marc Breitfelder (Mundharmonika) ist der Blues, ergänzt um viele artverwandte Stile: Rock ’n’ Roll, Rhythm ’n’ Blues, Boogie Woogie und Country – instrumentiert mit virtuosem Piano, perfektem Harp-Spiel und einer einzigartigen Blues-Stimme.

Beide haben 2011 am weltweit größten Bluescontest auf amerikanischem Boden nicht nur teilgenommen (was bereits ein großer Erfolg ist), sondern den 27. Internationalen Blues Challenge (IBC) in Memphis sogar gewonnen. Das Unglaubliche ist jedoch die Tatsache, dass die Kieler als erste europäische Musiker in der 27-jährigen Geschichte der IBC den begehrten Award aus den USA, dem Mutterland des Blues, nach Europa entführen konnten. Das versammelte Publikum konnte nur staunen: Schroeters Finger glitten scheinbar wie von alleine über die Tasten des Pianos, während er gleichzeitig mit einer tollen Blues-Stimme zu faszinieren verstand.


Stimme und Piano bilden eine Einheit


Kraftvoll, sanft, ekstatisch oder einfach nur schön – Stimme und Piano bildeten eine perfekte Einheit, die die Musikfreunde in den Bann zog. Gleiches gelang auch Marc Breitfelder, der schier Unglaubliches aus seinem kleinen Instrument „hervorzauberte“. Durch eine selbst entwickelte Überblastechnik erreichte er Harp-Dimensionen, die nur noch beeindruckten und schwer begeisterten.

Perfekt mit Schroeter abgestimmt, erzeugte er Töne, wie man sie nirgendwo sonst auf dieser Welt hört − zum Beispiel bei einer musikalischen Interpretation eines Dialogs zwischen Mann und Frau.

Es war ein Abend, den viele wohl so schnell nicht vergessen werden. Alfred Pelzer ist in Uetersen damit der bislang größte „Wurf“ als Veranstalter gelungen. Das treue Uetersener Publikum wünscht sich weitere Events dieser Kategorie.


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erstellt am 20.Mai.2016 | 16:06 Uhr

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