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Uetersener Nachrichten

08. Dezember 2016 | 23:04 Uhr

BI-Dorfbahnhof lässt nicht locker

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bürgerinitiative Ungebrochener Einsatz für Drittes Gleis und mehr Zughalte in der Region / Heute Gespräch bei Nah.SH

Die Mitglieder der Bürgerinitiative „Dorfbahnhof? Nein danke!“ sind enttäuscht darüber, dass bislang alle Bemühungen und Erklärungen zur Notwendigkeit eines dritten Gleises zwischen Hamburg und Elmshorn zur Verbesserung des Personennahverkehrs erfolglos geblieben sind. Denn nach erster Lesung im Verkehrsausschuss des Bundestages ist das dritte Gleis nicht als vordringlicher Bedarf im Bundesverkehrswegeplan 2030 verankert.

Doch die engagierten Streiter für eine bessere Bahnanbindung in der Region geben nicht auf. Sie hoffen, dass die Kreis Pinneberger Bundestagsabgeordneten über ihre Fraktionssprecher im Bundesverkehrsausschuss in der zweiten und dritten Lesung die Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit des dritten Gleises nochmals deutlich machen lassen und doch eine Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan erreichen.

„Der Personennahverkehr wird im Vergleich zum Güterverkehr im Bundesverkehrswegeplan vernachlässigt. Es sollen zwar Engpässe beseitigt werden, aber der Engpass auf der Strecke Hamburg-Elmshorn wird nicht gesehen“, so die Kritik von BI-Sprecher Erhard Wasmann. Da auch der Bundesrat dem Verkehrszweige übergreifenden Rahmenprogramm zustimmen muss, sehen die BI–Mitglieder auch dort noch einen Ort, an dem die schleswig-holsteinischen und Hamburger Vertreter die Wirtschaftlichkeit des drittes Gleises für den Personennahverkehr in der Region Hamburg-Elmshorn unterstreichen. „Wir wissen den schleswig-holsteinischen Verkehrsminister Reinhard Meyer auf unserer Seite und haben auch an den Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz geschrieben. Denn Ziel muss ein hochwertiger und zeitgemäßer ÖPNV auch auf der Strecke Hamburg-Elmshorn sein. Gerade auf dieser Strecke ist täglich eine große Zahl an Pendlern unterwegs“, betont Erhard Wasmann.

Heute fahren die BI-Mitglieder nach Kiel, um bei Bernhard Wewers, Geschäftsführer des Nahverkehrsbundes Schleswig-Holstein (Nah.SH), nochmals die Notwendigkeit des dritten Gleises im Zusammenhang mit einer besseren Anbindung des Tornescher Bahnhofes zu bekräftigen und Fragen zum neuen Fahrplan zu stellen. „Wir sind verärgert darüber, dass der im Dezember 2015 nach zähem Ringen neu aufgenommene und in Tornesch eingesetzte Zug 7.20 Uhr mit dem Fahrplanwechsel im Dezember um 7.15 Uhr in Elmshorn abfährt. Der Zug ist doch dann schon voll, wenn er in Tornesch ankommt. Wir wollen wissen, warum er nun nicht mehr in Tornesch starten kann“, so BI-Sprecherin Gisela Hüllmann. Auch dass es noch immer keine Verbesserung der Abendverbindungen vom Hamburger Hauptbahnhof bis Elmshorn gibt, wollen die BI-Mitglieder ansprechen. Um 21.06 Uhr fährt der letzte Zug, alle anderen dann nur von Altona.

Als Vorteil für Pendler sehen die BI-Mitglieder allerdings die neue Verbindung freitags um 15.48 Uhr vom Hauptbahnhof nach Elmshorn mit Halt um 16.17 Uhr in Tornesch.

Auch, dass an den Fahrkartenautomaten keine Ferntickets gezogen werden können, wollen die BI-Mitglieder in Kiel nochmals ansprechen und auf Veränderung dringen.

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erstellt am 23.Nov.2016 | 13:31 Uhr

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