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Uetersener Nachrichten

10. Dezember 2016 | 08:00 Uhr

Bahnhof: CDU macht jetzt Druck

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

TreffenBürgerinitiative sucht Bündnispartner

Der CDU-Landtagskandidat Michael von Abercron hat der Landesregierung vorgeworfen, den dreigleisigen Ausbau der Bahnstrecke von Hamburg nach Elmshorn in der Vergangenheit nicht mit dem nötigen Nachdruck verfolgt und dadurch Chancen für einen Erfolg der Forderungen vertan zu haben. Gleichzeitig räumte der Christdemokrat ein, auch seine eigene Partei sei zu lange untätig geblieben. „Wir müssen jetzt den Druck erhöhen und ihn dann auf einem hohen Niveau halten“, sagte er während eines Treffens mit der Bürgerinitiative (BI) „Dorfbahnhof? Nein danke!“.

In den festgefahrenen Verhandlungen zwischen Bund und Land, Bahn und Bürgerinitiative ruhen die Hoffnungen der Tornescher jetzt auf Ole Schröder. Der Kreis Pinneberger CDU-Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär im Innenministerium hat zugesagt, Vertreter der Deutschen Bahn, der Politik und der Bürgerinitiative spätestens im September zu einem gemeinsamen Gespräch einzuladen. Darin wird es wohl vorrangig um die Frage einer möglichen Finanzierung und damit die Aufnahme der Maßnahme in den Verkehrswegeplan gehen. Derweil haben haben sich Bürgerinitiative und Tornescher CDU darauf verständigt, im Kampf für einen Ausbau der Bahnstrecke Bündnispartner zu suchen. Die Rede ist von der Industrie- und Handelskammer (IHK) und der Wirtschafts- und Entwicklungsgesellschaft im Kreis Pinneberg (WEP).

Der Elmshorn IHK-Zweigstellenleiter Paul Raab bezeichnete es als „äußerst kurzsichtig, dass dieses wichtige Schienenprojekt nicht in den aktuellen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden ist“. Vor dem Hintergrund steigender Verkehre sieht er die Gefahr einer Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Entwicklung Schleswig-Holsteins. Mit CDU-Politiker Michael von Abercron teilt Raab die Einschätzung, dass die Fehmarnbelt-Querung nicht für die notwendige Entlastung sorgen wird.

Der Tornescher CDU-Vorsitzende Daniel Kölbl regte außerdem während des Treffens eine grundlegende Überprüfung der Busverkehre in der Region an. „Die Zeiten, zu denen die Busse verkehren, werden immer mal wieder angepasst, nicht aber die Linien“, sagte er.

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