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Uetersener Nachrichten

08. Dezember 2016 | 15:37 Uhr

Arge verärgert über FDP-Reaktion

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

WeihnachtsbasarAufwand der Stadt hängt mit Einsatz des Bauhofes zusammen / Seniorenarbeit der Arge nur über Spenden

Die Enttäuschung über die FDP-Fraktion ist bei den Ehrenamtlichen, die sich in der Arbeitsgemeinschaft (Arge) der freien Wohlfahrtsverbände Tornesch (DRK, Awo, Kirche, SoVD, BvD, paritätischer Wohlfahrtsverband) engagieren, groß. „Ohne das Gespräch mit uns gesucht zu haben, wurde in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt, die Arge würde durch die Aufwendungen der Stadt für den Weihnachtsmarkt einen versteckten Zuschuss erhalten. Die FDP-Äußerungen haben dem Ruf der Arbeitsgemeinschaft und dem Ehrenamt erheblichen Schaden zugefügt“, macht Ilse Mettjes, Vorsitzende des Awo-Ortsvereins und aktuelle Vorsitzende der Arge deutlich.

Unter der Schirmherrschaft der Arge, deren Vorsitz alle zwei Jahre wechselt, findet seit fast 40 Jahren der Weihnachtsbasar am 1. Advent in Tornesch statt, an dem sich Vereine, Verbände, Hobbykünstler und Gewerbetreibende beteiligen und mit einer Spende an die Arge die Ausrichtung der Weihnachtsfeier für die Senioren der Stadt ab dem 70. Lebensjahr unterstützen. 2015 gingen als Spenden der Standbetreiber 1280 Euro an die Arge, im Jahr davor 2100 Euro, 2013 waren es 1800 Euro.

DRK und Awo beteiligen sich selbst aktiv mit Ständen am Weihnachtsmarkt und geben mit jeweils 50 Euro mehr in den Spendentopf als der eine und andere Standbetreiber. Auch die FDP habe 2015 weniger gespendet als Awo, DRK und andere Arge-Mitglieder, so Ilse Mettjes und Manfred Irgens, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins.

Die 1974 mit dem Ziel gegründete Arge, die Weihnachtsfeier für die Senioren der Stadt und das damalige Kaffeetrinken für Senioren beim Schützenfest auszurichten, übernimmt seit Jahrzehnten die Seniorenarbeit für die Stadt. Weihnachtsfeier und Sommerfest schlagen mit je etwa 1000 Euro zu Buche. Aber auch die Geburtstagsgrüße an Tornescher, die 80 beziehungsweise 85 Jahre alt werden, übernimmt die Arge. „Im vergangenen Jahr haben wir dafür mehr als 1600 Euro aufgewendet. Unsere ehrenamtlichen Helfer haben 269 Geburtstagsgrüße überbracht“, macht Arge-Vorsitzende Ilse Mettjes deutlich und betont: „Für die gemeinsame Arge-Arbeit bekommen wir keinerlei Zuschüsse der Stadt, sondern lediglich Spenden von Firmen und Standbetreibern des Weihnachtsmarktes.“ Vor dem Hintergrund der Kosten und der geringer werdenden Spenden sei in gemeinsamer Überlegung mit Verwaltungsmitarbeiterin Ilse van den Borre, die den Weihnachtsbasar organisiert und die Spendenaufrufe an Firmen verschickt, die von der FDP kritisierte neue „Stand-Gebührenregelung“ für den Weihnachtsbasar entstanden.

„Die angeführten 17  000 Euro, die die Stadt für den Basar aufwendet, sind interne Verrechnungen für den Einsatz des Bauhofes, das Aufstellen und Einlagern der Buden, Strom und Wasser und haben nichts mit der Arge zu tun“, betonen Ilse Mettjes und Manfred Irgens. Die einzigen Einkünfte der Arge sind Spendeneinnahmen. Und die lagen im vergangenen Jahr mit den Firmenspenden bei 4676,50 Euro. Ausgegeben hat die Arge für die Seniorenarbeit 4587,95. Euro.

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erstellt am 15.Okt.2016 | 13:58 Uhr

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