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Uetersener Nachrichten

03. Dezember 2016 | 18:50 Uhr

Die Schützengilde feiert : Andre Slezak ist der neue König

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Dem neuen Regenten in der Rosenstadt stehen mit Wilfried Beiren und Peter Thomsen zwei erfahrene Ritter zur Seite.

Uetersen | Es ging flott bei der Gilde: Die königslose Zeit, ausgelöst durch die „Entmachtung“ der alten Rotte, währte nur wenige Minuten. Dann war mit Andre Slezak ein neuer  König inthronisiert  worden. Und mit ihm zwei Ritter: Winfried Beiren und Peter Thomsen. Klotzenkönig, also das Mitglied, das für den neuen König den Schuss abgegeben hatte (so ist es Tradition bei der Gilde), wurde Karsten Vietheer.

Die Festlichkeiten im Saal der Gastwirtschaft „Zur Erholung“ an der Mühlenstraße 56 wurden am Sonnabend von  rund 70 Gästen begleitet. Begrüßt werden konnten neben Mitgliedern des Musikzuges „Rosenstadt Uetersen“ auch Abordnungen der Schützenvereine aus Halstenbek, Tornesch und Uetersen (SV Uetersen). Der  Zuspruch insgesamt war jedoch verhalten, was vermutlich der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich geschuldet war.

Das Schützenfest der Gilde begann  am Freitagabend mit der Aufstellung des Vogels auf der Schießbahn an der Großen Twiete.  Auf diesen hölzernen Gesellen − eine Arbeit von  Gildemitglied Johann Otto  Plump − wurde am anderen Tag angelegt. So wurde bestimmt, wer den Verein ein Jahr lang nach außen vertreten darf.

Die der Proklamation  am Abend beiwohnende  Bürgermeisterin  drückte das so aus: Mit dem König habe Uetersen wieder eine Regierung und sie könne demnächst beruhigt in den Urlaub fahren. Weiter sagte sie, dass es ohne Traditionen nicht gehe. Andrea Hansen lobte zudem das Engagement der Schützen für das Gemeinwohl und wünschte für das Fest weiterhin einen guten Verlauf. Entsprechend fortgesetzt wurde die dreitägige Sause gestern mit einem bunten  Familienfest auf dem Gildeplatz. Höhepunkte dabei waren  das allgemeine Kindervergnügen, das Jedermannschießen und natürlich die akrobatischen Vorführungen der Kremper Fahnenschwenker.

Die Gilde zeigte einmal mehr, dass sie keine Berührungsängste hat. Als es am Sonnabend galt, den König abzuholen, bestieg die Gesellschaft den Bus und fuhr nach Elmshorn. Dort wurde dann marschiert, was von  der Bevölkerung sehr positiv aufgegriffen wurde. Endlich, so eine Anwohnerin des Liether Waldes,  sei hier etwas los. Da muss erst die Uetersener Schützengilde von 1545 kommen...

Im Anschluss an diesen Akt wurde der Bus abermals erklommen.  Ziel war nun das Tornescher „Torneum“ − die Soccer-Arena. Die „Diana Deerns“ (Partnerinnen der Gildebrüder) und Wirt Sven Szaguhn warteten bereits auf die etwa 60 Anreisenden, um allen ein schmackhaftes Königsfrühstück zuteil werden zu lassen. Das Schützenfest 2016 bot für alle etwas. Immer wieder  ein Kracher und daher besonders hervorzuheben ist  das Familienfest, das insbesondere Kindern viel bietet. Die älteste Gilde der Rosenstadt hat  eben ein Herz für den Nachwuchs.

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erstellt am 13.Jun.2016 | 12:30 Uhr

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