zur Navigation springen

Uetersener Nachrichten

27. März 2017 | 12:58 Uhr

Abschied von der Spieliothek

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ehrenamt Sabine Bollin und Petra Schankin legen Würfel und Karten beiseite und räumen ihren Platz in der beliebten Ausleihe

Würfelspiele, Kartenspiele, Denkspiele, Wissensspiele: Viele Jahre haben Petra Schankin und Sabine Bollin dafür gesorgt, dass in Tornescher Familien die Würfel rollen, Stiche gezählt werden und die Stimmung hochkocht. Mit Beginn der Ferien hören die ehrenamtlichen Helferinnen der Spieliothek auf und wurden jetzt mit Blumen und einem Essensgutschein verabschiedet. Die Lücke, die sie durch ihren Weggang hinterlassen, ist zum Leidwesen vieler noch nicht geschlossen.

17 und neun Jahre lang haben Petra Schankin und Sabine Bollin einmal im Monat die Spiele-Ausleihe in der Johannes-Schwennesen-Grund-schule betreut. Sie behielten die Neuerscheinungen im Auge, berieten Kinder und Erwachsene bei der Auswahl und führten Buch über jede Ausleihe. Ein arbeitsintensives Ehrenamt, das mit einer Aufwandsentschädigung vergütet wird. Darauf kam es den beiden Frauen allerdings nie an. Wichtiger war ihnen der Spaß am Miteinander im Team und am Kontakt vor allem zu den Kindern. „Wir haben es uns mit Keksen und Kaffee immer gemütlich gemacht“, sagt Sabine Bollin. Was bleibt, sind die Erinnerungen und die Begeisterung für Gesellschaftsspiele.

Die Kinder der beiden Frauen, ursprünglich Grund für das ehrenamtliche Engagement, sind inzwischen erwachsen, die Zeit regelmäßiger Spieleabende in der Familie zumindest für den Moment vorbei. Wenn sich allerdings mal die Gelegenheit bietet, greift Petra Schankin gerne zu dem Kartenspiel „Wizard“, bei dem es darum geht, die Anzahl der Stiche, die man während des Spiels ergattern wird, möglichst genau vorherzusagen. Sabine Bollin dagegen hat kein Lieblingsspiel, mag aber „Das verrückte Labyrinth“, längst ein Klassiker unter den Gesellschaftsspielen.

Sie und Petra Schankin hoffen darauf, dass sich nach ihnen wieder freiwillige Helfer finden. „Das ist eine tolle Sache. Man kann die Spiele ausprobieren und gibt sie wieder zurück. Damit hat man sie nicht ungenutzt im Schrank liegen“, sagt Petra Schankin. Die Einschätzung teilen sie mit Sabine Kählert, Leiterin des Sozialamtes im Tornescher Rathaus, die die offizielle Verabschiedung vornahm. „Die Stadt steht hinter dem Projekt und möchte es unbedingt erhalten“, sagt sie vor dem Hintergrund eines wachsenden Zuspruchs. Die Ausleihzahlen in Tornesch haben sich von 625 in 2014 auf 756 in 2015 erhöht. Wer sich für eine Mitarbeit interessiert, kann sich unter der Telefonnummer (0  41  22)  9  57  22  00 an Sabine Kählert wenden.

Nach den Ferien macht Bufdi (Bundesfreiwilligendienst) Bennet Kühne (Foto) aber vorerst allein weiter. Das bedeutet viel Arbeit, denn er muss die Tische aufbauen, 300 Spiele auslegen, die Kartei führen und darf sich durch Schlange stehende Spielefans nicht aus der Ruhe bringen lassen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen