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Sylter Rundschau

25. Mai 2016 | 03:22 Uhr

Kommentar zur 40/50-Debatte : Unsachliche Kritik und mangelnde Klarheit

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

In ihrem Kommentar ist unsere Autorin der Meinung, dass sich die Politik endlich zur 40/60-Regelung positionieren sollte - und dass man den Bürgermeister deshalb öffentlich nicht anschreit.

Sicherlich kann man über viele politische Entscheidungen auf Sylt trefflich streiten. Man sollte es auch. Eines der Themen, über das die Insel zu Recht diskutiert, ist die 40/60-Regelung. Schließlich ist es für alle Insulaner wichtig, wie der Dauerwohnraum auf Sylt gesichert werden kann. Die 40/60-Regelung polarisiert und emotionalisiert - verständlicherweise, schließlich sorgen sich viele Sylter darüber, dass sie durch sie bares Geld verlieren könnten.

Wie die Debatten aber phasenweise geführt werden, ist bedenklich. Wollen die Sylter wirklich in einer Gesellschaft leben, in der jemand ausgebuht wird, weil er auf die Solidargemeinschaft und die soziale Verantwortung des Einzelnen hinweist? In einer Gesellschaft, in der „Eigentum verpflichtet“ als legitimer sarkastischer Zwischenruf zu gelten scheint?

Dass sich der eine oder andere in solch einer Debatte im Ton vergreift, mag in der Natur der Sache liegen. Zudem versucht Nikolas Häckel zwar beharrlich, die Kritiker der Regelung zu überzeugen, schafft es aber offensichtlich nicht, sie wirklich mitzunehmen. Dafür mag man ihn kritisieren – ihn auf öffentlichen Veranstaltungen anschreien sollte man nicht.

Vielleicht würde es ein wenig zur Versachlichung der Debatte beitragen, wenn die Sylter Gemeindevertreter in einem Grundsatzbeschluss einmal Farbe bekennen, ob sie diese Regelung nun wollen oder nicht. Die Haltung einzelner Fraktionen ist bekannt. Trotzdem gehört die elende Debatte, ob die 40/60-Regelung nun politisch abgesegnet ist oder nicht, endlich vom Tisch. Entweder steht die Sylter Politik hinter der Regelung, oder sie macht es den Wenningstedtern und Kampenern nach, und verweigert dieser Dauerwohnsicherung ihre Zustimmung. Dann kann und muss zügig ein neuer Weg gesucht werden, wie auch künftig noch Insulaner auf Sylt leben können.


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erstellt am 12.Mär.2016 | 05:37 Uhr

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