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Sylter Rundschau

23. April 2014 | 13:48 Uhr

- U wie Umtausch

vom

Lachsfarbene Krawatten, eine CD von David Garrett im Duett mit André Rieu oder das aktuelle Pilates-Video von Barbara Becker - für den Umtausch von Weihnachtsgeschenken gibt es gute Gründe. Und jeder, der Weihnachten feiert, wird unter dem Tannenbaum schon einmal Gaben vorgefunden haben, die er beim besten Willen nicht behalten wollte. Während man missglückte Geschenke mit geringem Geldwert normalerweise schief lächelnd erträgt, sind es die teuren Präsente, für die sich der Weg zurück in den Laden lohnt - zugegeben, nachdem man auch diese erst einmal schief lächelnd und mit einem "Oh wie schön" angenommen hat. Trägt man den Cashmere-Pullover mit rückseitigem Rentieraufdruck dann zurück in die Stadt, so tut man dies in der Regel heimlich. Denn auch wenn das Geschenk an Körperverletzung grenzt - so wie die Gesamtausgabe von Rosamunde Pilcher - bleibt für viele die Hemmschwelle, den Umtausch vor den Verwandten einzugestehen. Wäre dies doch der öffentliche Beweis dafür, dass der Schenkende arg ins Klo gegriffen hat. Also liebe Tanten, Onkel, Omas und Opas - wenn der geschenkte Pullover vom letzten Jahr bei keinem Besuch gesichtet worden ist, dann hat ihn wohl das klassische Nach-Weihnachtsschicksal ereilt. Der Umtausch hat allerdings nichts in der Schmuddelecke verloren. Es ist sehr gut, dass es ihn gibt. Denn so vieles, das Weihnachten mit sich bringt, ist vom Umtausch ausgeschlossen: Magendrücken, lästige Verwandte und "Last Christmas" im Radio.

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von Nils Jesumann
erstellt am 18.Dez.2012 | 03:59 Uhr

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