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Sylter Rundschau

07. Dezember 2016 | 09:38 Uhr

Thermenruine: Kommt bald der Abriss?

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Bis Ende Juni sollte erneut mit Bauunternehmer Zech verhandelt werden / Am 12. Juli werden die Ergebnisse im Hauptausschuss vorgestellt

Wie und vor allem wann geht es weiter mit einem möglichen Abriss der Keitum-Therme? Diese Frage stellen sich viele Sylter Bürger und Kommunalpolitiker, seit vergangenen Donnerstag eine Art „Ultimatum“ abgelaufen ist. Der Hintergrund: Am 19. November 2015 hatten die Gemeindevertreter nach kontroverser Diskussion und sogar einer Sitzungsunterbrechung den Abriss der Bauruine mit einer nachfolgenden Renaturierung des Grundstückes beschlossen. Und die Politiker machten auch zeitlich Druck: Bis zum 30. Juni dieses Jahres sollten weitere Verhandlungen zwischen den Anwälten der Gemeinde Sylt und den Anwälten von Kurt Zech geführt werden. Der Bauunternehmer ist Hauptgläubiger im Insolvenzverfahren um die Therme und hatte wiederholt so genannte Deals zum Abriss sowie zum Verzicht auf seine Forderungen angeboten. Über die gegebenenfalls entstandenen Ergebnisse der Verhandlungen soll anschließend in der Gemeindevertretung beraten und abgestimmt werden. Gibt es dort kein Ergebnis, das eine Mehrheit findet, wird beantragt, dass für den Gemeindehaushalt 2017 finanzielle Mittel eingestellt werden, um die Bauruine noch im gleichen Jahr abreißen zu lassen.

Die Sylter Rundschau hat sich beim Bürgermeister der Gemeinde Sylt nach dem aktuellen Stand der Verhandlungen erkundigt: „Nachdem die Rechtsanwälte eine Vergleichsbereitschaft vorbereitet haben, stehe ich nun mit Herrn Zech in telefonischem Kontakt“, antwortete Nikolas Häckel. „Noch in dieser Woche wird der Termin für ein persönliches Treffen abgestimmt.“ Bereits auf der nächsten turnusmäßigen Hauptausschuss-Sitzung sollen die Gemeindevertreter über die mit Spannung erwarteten Ergebnisse informiert werden. Der Ausschussvorsitzende Carsten Kerkamm bestätigte, dass er den Bericht des Bürgermeisters über die erneuten Verhandlungen am 12. Juli auf die Tagesordnung setzen wird. „Aufgrund des großen Interesses möglichst im öffentlichen Teil, so weit es nicht um direkte Vertragsangelegenheiten geht“, sagte Kerkamm. „Anderenfalls werden wir den Tagesordnungspunkt wahrscheinlich teilen.“

Nur eine Woche später wird sich der Ortsbeirat des unmittelbar betroffenen Dorfes Keitum mit dem Thermen-Abriss befassen. Auch der Vorsitzende Oliver Ewald hat angekündigt, das brisante Thema auf die Tagesordnung zu nehmen. Bürgervertreter und Einwohner treffen sich am 18. Juli im Friesensaal, schräg gegenüber des „größten Schandflecks der Insel“.

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erstellt am 02.Jul.2016 | 05:41 Uhr

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