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Sylter Rundschau

22. August 2014 | 13:45 Uhr

Nach Facebook-Aufruf : Sylt überfüllt: "Die Veranstaltung ist eskaliert"

vom

Eine Party in der Kampener "Sturmhaube" ist eskaliert. Der Veranstalter lud über Facebook ein - 4000 Gäste kamen. Die Polizei löste die Feier auf.

Kampen | Trotz des mäßigen Wetters platze die Insel über Pfingsten aus allen Nähten. Bestes Beispiel: die Kampener Sturmhaube. Bereits ab 14 Uhr versammelten sich an dem Restaurant im Riperstig rund 4000 Partygänger. Die überwiegend jüngeren Gäste waren am Pfingstsonntag dem Ruf von Party-Veranstalter Peter Kliem gefolgt, der zuvor auch über Facebook für die "Chillout-Party" in Kampen geworben hatte. "Mit diesen Ausmaßen hatten auch wir nicht gerechnet", sagte Sturmhauben-Restaurantleiter Ronny Rux einen Tag nach dem Event.
Auch für die Einsatzkräfte kam der Andrang offenbar überraschend und so zog das Ordnungsamt schließlich die Notbremse und verordnete um 23 Uhr einen Partystop. Die Begründung von Ordnungsamtleiterin Gabriele Gotthardt für den Abbruch der Feier ließ keinen Interpretationsspielraum zu: "Die Veranstaltung ist eskaliert." Es habe Schlägereien, hilflose Personen und viel Alkohol gegeben. "Die Veranstaltung war zudem nicht angemeldet", so Gotthardt.

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"Ein richtiges Chaos"


Auch die Polizei zeichnete ein erschreckendes Bild von der Feier an der Sturmhaube: "Die Großveranstaltung war ein richtiges Chaos", sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage der Sylter Rundschau. "Wir haben die Menschen richtig wegtreiben müssen. Dann setze eine deutliche Abwanderungsbewegung in die nahen Lokalitäten im Strönwai ein." Der Kampener Wehrführer Andreas Petersen lobte am Montag den Einsatz der Beamten: "Die Rettungswege in der Kurhausstraßen waren frei, das wurde von den Kollegen sehr gut sortiert."
In der Sturmhaube konnte Ronny Rux das Vorgehen von Ordnungsamt und Polizei nicht recht nachvollziehen: "Die Begründung für den Party-Abbruch erschließt sich mir nicht." Die Gäste hätte - "bis auf zwei Handgreiflichkeiten" - friedlich gefeiert. Dass die Party um 23 Uhr zu Ende war, statt wie ursprünglich geplant um 1 Uhr, hielt der Restaurantleiter dann aber für richtig: "Irgendwann musste einfach Schluss sein."

Blumenbeete und Spielplatz zertrampelt


Neben den Nerven der Einsatzkräfte, wurde am Pfingstsonntag besonders das Gelände um die Sturmhaube in Mitleidenschaft gezogen: Alle Blumenbeete und sogar der Spielplatz hielten den Besuchermassen nicht Stand und wurden zertrampelt. "Es sieht dort aus wie auf einen Schlachtfeld", so ein Polizeisprecher.
Ob die Veranstaltung im kommenden Jahr in dieser Form erneut stattfinden wird, bleibt fraglich: "Wir müssen das nun erstmal sacken lassen", sagte Ronny Rux. Veranstalter Peter Kliem war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
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von Nils Jesumann
erstellt am 22.Mai.2013 | 07:39 Uhr

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01. | mir reichts | 21.05.2013 | 08:07 Uhr
@ Motzki

da bin ich bei Ihnen, das Randalieren nichts mit Feiern zu tun hat
wenn man Berichte außer dem einseitig geschriebenen der shz liest, fehlt der Ansatz der Randale.
Mein Kommentar war aber nicht nur auf den Syltartikel bezogen
sondern eher allgemein gedacht, siehe hierzu
http://www.shz.de/nachrichten/lokales/schleibote/artikeldetails/artikel/koslowski-halle-schliesst-im-november.html?fb_action_ids=461112713968358&fb_action_types=og.recommends&fb_source=other_multiline&action_object_map={%
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zum Thema ein paar Anwohner sind .......

02. | . Motzki | 21.05.2013 | 07:10 Uhr
@MIR REICHTS

Feiern und randalieren sind für mich aber 2 verschiedene Schuhe.
So ist es auch seit einigen Jahren beim Vatertag, randalierende und marodierende Besoffene malträtieren da biedere Bürger und zerstören was ihnen nicht passt.

03. | mir reichts | 21.05.2013 | 06:51 Uhr
@ Motzki

das nennt man Toleranz, mal einen Tag andere Feiern zu lassen.
Das tolerieren Anlieger jedes Jahr während der Kieler Woche,
Aber heute ist es ja normal, was mir nich gefällt darf eben nich sein.
Wahrscheinlich wohnt einer der Entscheidungsträger im Bereich und fühlte sich genervt.

04. | Udo Damerau | 21.05.2013 | 06:35 Uhr
@ MALCOLM ANDREASSON und alle:

https://www.youtube.com/watch?v=yQL3xN8YMSw&feature=player_embedded
Diese Adresse wird vom Erfassungsprogramm beim SHZ leider NICHT in ´Blau´ umgefärbt, kann also aus dem Kommentartext heraus nicht direkt aufgerufen werden, sondern muss kopiert und beim Browser eingefügt werden.

Lässt man das ´s´ hinter (http) weg, so wird´s blau und klappt direkt:
http://www.youtube.com/watch?v=yQL3xN8YMSw&feature=player_embedded

05. | Jonas S | 21.05.2013 | 06:30 Uhr
MARKUS WILDFANG

Über den ESM wurde ausgiebigst berichtet? Ich denke kaum,
dass ein SHZ Leser sich über die eingegangenen Verpflichtungen Deutschlands nach den hier veröffentlichten Artikeln auch nur halbwegs ein Bild machen kann. Oder begreift, was eine Summe von 800 milliarden Euro für seine Zukunft oder die seiner Kinder bedeutet. Und wie bei den anderen bemängelten Themen ist hier der Kommentarbereich üblicherweise nicht freigeschaltet. Dies passiert in den letzten Wochen und Monaten immer öfter. Entsprechend lau sind die Zahlen an Kommentaren inzwischen. Regelmässige Facebook-Artikel wie dieser hier inklusive.

Es fällt ebenfalls auf, das bei solchen Berichten (egal, ob es Harz IV Tränenberichte, Einzelfall-Behördenärger-Artikel oder so wie hier) immer nur die eine Seite zu Wort kommt. Hier ist es das Ordnungsamt / die Polizei. Mit einem der anwesenden Partygäste, Helfer oder gar Veranstalter spricht niemand. Ist das Journalismus? Oder einfach nur ein staatlicher Pressedienst?

06. | . Motzki | 21.05.2013 | 05:31 Uhr
...........ein paar Anwohner über die Lautstärke beschwert

Das sind ein paar Anwohner zu viel. Warum muss ein Großteil der Bevölkerung darunter leiden weil ein paar Durchgeknallte meinen sich nicht an Regeln oder Gestze halten zu müssen.
Die Feuerwehr hätte diesen Pulk stundenlang mit kaltem Nordseewasser berieseln sollen.

07. | Markus Wildfang | 20.05.2013 | 21:41 Uhr
Völlig übertrieben...

Mal davon abgesehen, dass der SHZ ausgiebigst sowohl über den ESM als auch über brennende Autos und Müllcontainer berichtet (hat), muss ich der Kritik von Malcolm ansonsten schon zustimmen.
Wenn auf der Kieler Woche anstatt erwarteten 50000 mal 10000 Menschen mehr erscheinen wird darüber geschrieben wie beliebt die Kieler Woche doch ist und die Besucherzahlen als Erfolg verkauft. Wenn auf Sylt anstatt 2000 mal 3000 Leute zur alljährlich stattfindenden Chillout-Party kommen, heißt es vom Ordnungsamt "Die Lage ist eskaliert". Ich war dort zufällig gestern selber im Einsatz (Rettungsdienst) und eskaliert ist da nun wirklich gar
nichts, geschweige denn gab es übermäßig viele zu versorgende Alkoholleichen oder Schlägereien. Da haben sich wohl einfach mal wieder ein paar Anwohner über die Lautstärke beschwert und Ordnungsamt und Polizei mussten sich dann was ausdenken, um die Veranstaltung beenden zu können.

08. | Jonas S | 20.05.2013 | 21:26 Uhr
Macht die shz jetzt Sensationsjournalismus weil sonst nix passiert ist?

Oh, es passiert genug - nur sind Artikel und Diskussionen um ESM, Gewaltdeliktezuwachs, brennende Autos und Müllcontainer im Kampf gegen Rechts und ungesteuerte Zuwanderung in die Sozialsysteme etc. nicht gefragt. Lieber Facebook Parties oder Verbotsversuche durch einen
gelangweilten Datenschutzbeauftragten, Grand Prix Reinfälle, Schleswiger Theaterdiskussionen oder genereller Trashtalk.

Das nennt man Verantwortung der Presse als 4. Macht im Staate...

09. | Malcolm Andreasson | 20.05.2013 | 18:37 Uhr
Sehr einseitiger Beitrag

Dieser Sylt1 TV Bericht zeigt ein komplett anderes Bild auf und wurde z.B. auch von Kampentouristik auf Facebook geteilt - er stellt also die Sicht der Dinge vieler anderer Kampener dar. Macht die shz jetzt Sensationsjournalismus weil sonst nix passiert ist? Ich muss mich wundern:
https://www.youtube.com/watch?v=yQL3xN8YMSw&feature=player_embedded

10. | Axel Junker | 20.05.2013 | 18:03 Uhr
Gleichheitsgrundsätzlich

Es gilt das Verursacher-Prinzip. Was für "flashmobs" in Westerland gilt - darf für Aufrufe via Facebook in Kampen nicht großzügiger behandelt werden, bloß weil die Veranstalter hier ihren regionalen C-Promi-Status in die Waagschale werfen.

Für`s kommende Jahr die "Paadie" also ordentlich anmelden, die Schäden aus dem Vorjahr wiedergutmachen und dem Wellness-Anspruch der Insel gerecht werdend sollte man aus Bußegründen einfach die nächste Party am Riperstig komplett ohne die toxisch wirksame Enthemmungsdroge Alkohol feiern, die in aller Regel dafür verantwortlich zeichnet, dass Dinge (so) aus dem Ruder laufen.

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