zur Navigation springen
Anzeige

Anzeige
Anzeige

Sylter Rundschau

31. Oktober 2014 | 23:50 Uhr

Nach Facebook-Aufruf : Sylt überfüllt: "Die Veranstaltung ist eskaliert"

vom

Eine Party in der Kampener "Sturmhaube" ist eskaliert. Der Veranstalter lud über Facebook ein - 4000 Gäste kamen. Die Polizei löste die Feier auf.

Kampen | Trotz des mäßigen Wetters platze die Insel über Pfingsten aus allen Nähten. Bestes Beispiel: die Kampener Sturmhaube. Bereits ab 14 Uhr versammelten sich an dem Restaurant im Riperstig rund 4000 Partygänger. Die überwiegend jüngeren Gäste waren am Pfingstsonntag dem Ruf von Party-Veranstalter Peter Kliem gefolgt, der zuvor auch über Facebook für die "Chillout-Party" in Kampen geworben hatte. "Mit diesen Ausmaßen hatten auch wir nicht gerechnet", sagte Sturmhauben-Restaurantleiter Ronny Rux einen Tag nach dem Event.
Auch für die Einsatzkräfte kam der Andrang offenbar überraschend und so zog das Ordnungsamt schließlich die Notbremse und verordnete um 23 Uhr einen Partystop. Die Begründung von Ordnungsamtleiterin Gabriele Gotthardt für den Abbruch der Feier ließ keinen Interpretationsspielraum zu: "Die Veranstaltung ist eskaliert." Es habe Schlägereien, hilflose Personen und viel Alkohol gegeben. "Die Veranstaltung war zudem nicht angemeldet", so Gotthardt.

Anzeige
Anzeige

"Ein richtiges Chaos"


Auch die Polizei zeichnete ein erschreckendes Bild von der Feier an der Sturmhaube: "Die Großveranstaltung war ein richtiges Chaos", sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage der Sylter Rundschau. "Wir haben die Menschen richtig wegtreiben müssen. Dann setze eine deutliche Abwanderungsbewegung in die nahen Lokalitäten im Strönwai ein." Der Kampener Wehrführer Andreas Petersen lobte am Montag den Einsatz der Beamten: "Die Rettungswege in der Kurhausstraßen waren frei, das wurde von den Kollegen sehr gut sortiert."
In der Sturmhaube konnte Ronny Rux das Vorgehen von Ordnungsamt und Polizei nicht recht nachvollziehen: "Die Begründung für den Party-Abbruch erschließt sich mir nicht." Die Gäste hätte - "bis auf zwei Handgreiflichkeiten" - friedlich gefeiert. Dass die Party um 23 Uhr zu Ende war, statt wie ursprünglich geplant um 1 Uhr, hielt der Restaurantleiter dann aber für richtig: "Irgendwann musste einfach Schluss sein."

Blumenbeete und Spielplatz zertrampelt


Neben den Nerven der Einsatzkräfte, wurde am Pfingstsonntag besonders das Gelände um die Sturmhaube in Mitleidenschaft gezogen: Alle Blumenbeete und sogar der Spielplatz hielten den Besuchermassen nicht Stand und wurden zertrampelt. "Es sieht dort aus wie auf einen Schlachtfeld", so ein Polizeisprecher.
Ob die Veranstaltung im kommenden Jahr in dieser Form erneut stattfinden wird, bleibt fraglich: "Wir müssen das nun erstmal sacken lassen", sagte Ronny Rux. Veranstalter Peter Kliem war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
zur Startseite

von
erstellt am 22.Mai.2013 | 07:39 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige