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Sylter Rundschau

30. Mai 2016 | 20:22 Uhr

Grüezi üp Söl : Sylt liegt bei Schweizern voll im Trend

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Eidgenossen fliegen auf die Insel: Die Zahl der Schweizer Fluggäste hat sich in der letzten Saison verdoppelt.

Grüezi üp Söl: Die Insel ist bei Schweizern beliebt wie nie. Mit der ersten Direktverbindung der Flugesellschaft Air Berlin zwischen Zürich und Sylt kamen in 2013 insgesamt 2 202 Gäste auf die Insel. In 2014 waren es mit 3 999 fast doppelt so viele. Die Individualreisenden, die mit dem Auto oder der Bahn auf die Insel kamen, sind in diesen Zahlen noch nicht miteingerechnet.

Sylter Gastronomen und Hoteliers bemerkten das hohe Aufkommen der Eidgenossen unter ihren Gästen. Pius Regli, selbst gebürtiger Schweizer und Besitzer des Manne Pahl in Kampen, freut sich über seine Landsleute. „In der letzten Saison verging kaum ein Tag, an dem ich keine Schweizer begrüßen durfte. Viel zu lange waren die Schweizer nur Richtung Süden orientiert, fuhren nach Italien und Frankreich“, erzählt er. „Ich glaube, dass viele bedauern, den Norden nicht schon früher entdeckt zu haben.“

Rolf Brönnimann, Hoteldirektor vom Budersand und ebenfalls Exil-Schweizer kann die Entwicklung aus Sicht der Schweizer verstehen: „Der Menschenschlag auf der Insel ähnelt dem der Schweizer sehr, daher fühlen sie sich hier wohl“, erklärt er. Vor allem aber sei es die hohe Lebensqualität, die die Leute in den Norden ziehe. „Das Preis-/Leistungsverhältnis hier auf der Insel ist für die Schweizer unschlagbar: Die Qualität ist gut und auch wenn Sylt für deutsche Verhältnisse teuer ist, ist es immer noch günstiger als in der Schweiz“, so Brönnimann.

Um mehr Schweizer nach Sylt zu holen wurde auch kräftig die Werbetrommel gerührt: Die Sylt Marketing GmbH (SMG) hat gemeinsam mit dem Insel Sylt Tourismus-Service (ISTS) in Abstimmung mit dem Reiseveranstalter Railtour Suisse zur Belebung des Marktes in einem großen Umfang Werbemaßnahmen in Zürich durchgeführt. „Das Feedback darauf ist extrem positiv. Sylt war vor allem in den ersten vier Monaten des Jahres extrem stark im deutschsprachigen Raum der Schweiz sichtbar“, berichtet Moritz Luft, Geschäftsführer der SMG.

Für die Werbemaßnahmen wurde im April in Zürich unter anderem einen Monat lang Fenstertransparente in öffentlichen Verkehrsmitteln geschaltet, ein Foto von Sylt zierte das Cover des Deutschland-Kataloges der Railtour Suisse, diverse Plakate, Roll-Ups und Schaukästen wurden aufgestellt und es liefen kurze Werbespots auf einem riesigen Bildschirm im Hauptbahnhof Zürich. „Aus Sicht der SMG verlief die Marktbearbeitung in diesem Jahr sehr erfolgreich“, so Moritz Luft. In Schleswig-Holstein gäbe es derzeit keine vergleichbar starke und erfolgreiche Auslandsmarktbearbeitung wie diese.

Auch der Schweizer Reiseveranstalter Railtour Suisse, nach eigenen Angaben Marktführer für touristische Bahnreisen und Städtereisen in Europa, äußert sich zufrieden über die Zusammenarbeit mit den Syltern. Beni Imhof, Bereichsleiter für Deutschland, lobte vor allem die Sylter Hotels: „Unsere Gäste fühlten sich in ihren Unterkünften sehr wohl und kamen zum großen Teil zufrieden nach Hause.“

Rolf Brönnimann rechnet auch künftig mit vielen Schweizern auf der Insel: „Ich kenne keine Ferieninsel, die für die Schweizer auf diesem hohen Niveau bei dem Preis mithalten kann. Vor allem bei dem aktuellen Kurs Euro/Schweizer Franken. Sylt ist von der Qualität vergleichbar mit St. Moritz und Gstaad. Es ist zwar günstiger, aber nicht schlechter.“

Ein wenig wehmütig blickt er allerdings auf die Flugzeiten der Direktflüge von und nach Zürich, die laut Flugplan sonnabends und sonntags fliegen. „Mit Sicherheit hätten wir noch mehr Schweizer Gäste, wenn ein Flug am Mittwoch und einer am Sonnabend gehen würde“, erklärt Brönnimann, „dann hätten wir noch mehr Kurzurlauber aus der Schweiz“.

Für 2015 steht die Fortführung der Kooperation zwischen SMG, ISTS und Railtour Suisse an. Airberlin hat bereits bestätigt, dass auch 2015 wieder zwei Direktflüge pro Woche zwischen Zürich und Sylt angeboten werden.

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erstellt am 13.Nov.2014 | 05:26 Uhr

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