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Sylter Rundschau

03. Dezember 2016 | 14:47 Uhr

Hilferufe aus dem Wattenmeer : St.Peter-Ording: Spaziergänger verirrt sich im Nebel

vom

Ein Spaziergänger verliert im dichten Nebel die Orientierung. Vor dem Einsetzen der Flut kann er gerettet werden.

St. Peter-Ording | Am Freitagmittag haben am Ordinger Strand mehrere Spaziergänger Hilferufe im Wattenmeer und in den Salzwiesen gehört. Von verschiedenen Standorten gingen Notrufe bei der Leitstelle ein. Bereits seit den frühen Morgenstunden herrschte am Strand von St. Peter-Ording dichter Nebel mit Sichtweiten von unter 20 Metern.

An der umfangreichen Suchaktion beteiligten sich Einsatzkräfte der DLRG St. Peter-Ording, der Freiwilligen Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei. Zu Anfang wurden mit mehreren Allrad-Fahrzeugen große Bereiche südlich der Badbrücke und weite Teile der Dünenkette zu Fuß abgesucht. Nach einem weiteren Notruf von Spaziergängern, die am Südstrand ebenfalls Hilferufe aus dem Nebel gehört hatten, wurde die Suche auf die Landseite des Süd-Priels ausgedehnt. Die Besatzung eines Streifenwagens der Polizei konnte im Verlauf der Suche weit entfernte Rufe aus dem Wattenmeer am südlichen Ende der Ordinger Sandbank hören und die rufende Person vor dem Einsetzen der Flut nach und nach zum Fahrzeug lotsen.

Der in Not geratene Spaziergänger wollte trotz schlechter Sichtverhältnisse bei Ebbe von der Seebrücke im Kurzentrum aus, zum Pfahlbau „Seekiste“ auf der Böhler Sandbank laufen. Dabei hat er im Nebel vollständig die Orientierung verloren und über mehrere Stunden verzweifelt versucht, wieder zurück an Land zu finden.

„Bei Nebel sollte man als Spaziergänger in der Nähe des Deiches bleiben beziehungsweise nach Möglichkeit die Holzstege nicht verlassen. Falls man sich bereits am Strand befindet und plötzlich zieht dichter Seenebel auf, können die Pfahlbauten, Podeste, Dünen und Pfähle zur Orientierung dienen. Große Freiflächen sollten auf der Sandbank stets gemieden werden, bis sich der Nebel wieder dauerhaft lichtet“, sagte Nils Stauch, Technischer Leiter Einsatz der DLRG St. Peter-Ording. Gastgeber sollten ihre Gäste nach der Ankunft auf mögliche Gefahren hinweisen und ihnen Tipps für einen sicheren Ausflug ins Wattenmeer geben. „Diese Hinweise findet man im kostenlos erhältlichen Gezeitenkalender, der für die eigene Sicherheit bei jedem Spaziergang am Strand in die Hosentasche gehört“, sagte Stauch weiter.

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erstellt am 25.Nov.2016 | 20:08 Uhr

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