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Rettungshundestaffel auf Sylt : Spezielle Spürnasen für Notfälle

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Johanniter stellten ihre neue Rettungshundestaffel vor: 12 Menschen mit 14 Hunden sind ehrenamtlich Tag und Nacht im Einsatz.

Sie suchen nach älteren Menschen, die orientierungslos umherirren, nach Kindern, die sich verlaufen haben, nach verunglückten Personen oder Suizidgefährdeten: die Spürnasen der Rettungshundestaffel.

Vor gut einem Jahr hat die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ihre eigene Rettungshundestaffel gegründet, in der momentan 12 Menschen mit 14 Hunden ehrenamtlich im Einsatz sind. Tag und Nacht stehen die Teams Menschen in Notsituationen zur Seite und helfen mit ihren speziell geschulten Hunden dort weiter, wo dem Menschen Grenzen gesetzt sind. Wenn zum Beispiel nachts im Wald ein bewusstloser Menschen gesucht werden muss, kann nur der Rettungshund ihn in kürzester Zeit finden und Leben retten.
Bei Kaffee und Kuchen stellte sich die neue Staffel am Montagnachmittag an der Wenningstedter Promenade allen Interessierten vor und informierte im Rahmen der Hundstage freundlich und gelassen über ihre Arbeit. Immer mit dabei, die ebenso freundlichen Hunde, die rund zwei Jahre lang zu Spürnasen der besonderen Art ausgebildet wurde.


Weitere Hunde werden ausgebildet


„Wir haben jetzt drei geprüfte Teams im Einsatz, die auf die Flächensucharbeit spezialisiert sind”, berichtet der Leiter der Sylter Staffel Kay Bahnsen. „Ein Team ist zum Mantrailer ausgebildet worden, sucht also nach der ganz individuellen Spur eines vermissten Menschen.” Im Gegensatz zu den Flächensuchhunden, die sich in einem weitläufigen Gelände frei bewegen, um eine Spur zu finden, ist der angeleinte Mantrailer nur auf den Geruch einer bestimmten Person konzentriert und führt seinen menschlichen Partner auf direktem Weg zur Zielperson. Diesen Job übernimmt auf Sylt die Cockerspanieldame Luna, die bisher der einzige Mantrailer im Johanniter-Team ist. Aber der tierische Nachwuchs steht schon in den Startlöchern. „Wir sind dabei, weitere Hunde auszubilden, denn wenn ein Einsatz kommt, müssen fünf Teams als Suchtrupp losgeschickt werden”, erklärt Kay Bahnsen. Da die Leitstelle im Notfall natürlich auch die Rettungshundestaffel vom Deutschen Roten Kreuz alarmiert, sind schon jetzt genügend vierbeinige Retter zu Stelle. Und die arbeiten Hand in Hand und Schnauze an Schnauze zusammen.

Damit die Johanniter-Teams auch schnell einsatzbereit und an Ort und Stelle sind, brachte Udo Neumann vom Regionalvorstand der Johanniter ein Einsatzfahrzeug mit auf die Insel, das er der Staffel am Montag überreichen konnte. „Der Transporter muss jetzt nur noch mit Hundeboxen ausgestattet werden, dann können Luna und ihre Kollegen so richtig loslegen”, so Neumann.

Weitere Infos bei Kay Bahnsen unter 0160/ 6110307 oder www.johanniter.de

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erstellt am 09.Mär.2017 | 05:31 Uhr

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