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Sylter Rundschau

23. November 2014 | 11:51 Uhr

Restaurant "Aldente" auf Sylt : Solidarität mit den Abriss-Opfern

vom

Reaktionsflut auf die Abrissarbeiten in Tinnum auf Sylt: In zahlreichen Kommentaren hagelte es Kritik am Eigentümer und Lob fürs "Aldente"-Team.

Tinnum | Die Reaktionen auf die Abrissarbeiten im Kiarwai reichen von Wut bis zu öffentlichen Solidaritätsbekundungen: Zumindest im Netz liegen die Sympathien eindeutig auf Seiten des "Aldente". Am Montag ließ der Eigentümer des ehemaligen Spar-Marktes und des Hauptrestaurants einen Bagger anrücken, um eine Abrissverfügung des Kreises durchzusetzen. Der Verbindungsbau zwischen Haupt- und Kinderrestaurant, der Spielplatz und eine Terrasse mussten weichen.
Nach dem Artikel in der Sylter Rundschau und auf shz.de ließen die Leser-Reaktionen nicht lange auf sich warten. In Dutzenden Kommentaren hagelte es Kritik am Eigentümer und Lob fürs "Aldente"-Team. "Brauchen wir wirklich noch einen Supermarkt? Die Mieter tun mir leid, vor allem da nicht einmal ein Termin gesetzt wurde. Geldhaie wo man nur hinguckt", kritisiert Melanie auf Facebook die Pläne der Firma Matthias Haase Immobilien, die Räume des jetzigen Kinderrestaurants erneut als Supermarkt zu nutzen. Auch Facebooknutzer Christian macht seinem Unmut im Netz mit beißender Ironie Luft: "Mensch da kann man Herrn Haase nur gratulieren - natürlich macht es Sinn Spielplätze und ein Kinderrestaurant unbenutzbar irreparabel kaputt zu machen - die Kinder spielen lieber im Bauschutt, und wahrlich sind die Kinder eh besser in einem Bunker aufgehoben - was Herr Haase nicht bedacht hat sind die regelmäßig abstürzenden Flugzeuge - zuletzt übrigens 2008 in Westerland!"
"Wir alle sind motiviert und freuen uns auf die Gäste"
Statt sich über die Vorgänge nur zu ärgern, äußern viele Nutzer den Willen, dem Restaurant gerade jetzt die Treue zu halten. So auch Hannah: "Wir sind in zwei Wochen auf Sylt, natürlich gibt es da einen Solidaritätsbesuch!" Genau aus dem Grund ist Kerstin Langenbach am Donnerstag zum Frühstücken ins "Aldente" gefahren. "Ich bin häufig hier", erklärt die Sylterin. "Und mit der Geschichte um den Teilabriss im Hinterkopf komme ich jetzt erst Recht hierher, um die Betreiber zu unterstützen."
Mitinhaber Reiner Hinsen ist nach dem Schreck am Montag über den unvermittelt anrollenden Bagger wieder ganz zuversichtlich. "Wir haben vor dem Landgericht Flensburg eine einstweilige Verfügung gegenüber dem Vermieter erreicht. Er darf die Terrasse und die Entsorgungsstation nicht abreißen und das Lokal nicht ausräumen." Das Kinderrestaurant, das vorrübergehend geschlossen war, wird am morgigen Sonnabend wieder geöffnet. "Dann haben wir wieder ganz normal Betrieb hier", so Hinsen.
Bis dahin arbeiten Handwerksfirmen und die Restaurant-Mitarbeiter unter Hochdruck. Den Bauschutt, der beim Abriss des Verbindungsbaus entstanden ist, hatte der Vermieter liegen gelassen. "Den räumen wir jetzt weg und verteilen ganz viel Sand zwischen den beiden Restaurants, so dass eine Beach-Landschaft entsteht." Der Riesensandkasten soll den Kindern dann als Spielfläche zur Verfügung stehen. Die von den "Aldente"-Inhabern beauftragten Rechtsanwälte in Hamburg und Westerland seien guter Dinge, dass der Restaurant-Betrieb ganz normal weiter laufen kann. Hinsen: "Wir alle sind motiviert und freuen uns auf die Gäste."

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erstellt am 11.Aug.2012 | 02:49 Uhr

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