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Sylter Rundschau

05. Dezember 2016 | 03:36 Uhr

Interview : Schwedische Sängerin Aino Löwenmark singt auf Sylt

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Am Freitag präsentiert die schwedische Musikerin ihren Nordic Folk Pop im Friesensaal. Im Interview spricht sie über angepasste Menschen und familiäre Kompetenzen.

Die schwedische Sängerin Aino Löwenmark ist manchen als Teil des Duos Fjarill bekannt. Begleitet von Klavier, Geige und Schlagzeug, klingt ihre Stimme so klar wie der blaue Sommerhimmel. Ihren Liedern auf Schwedisch, Deutsch und Englisch hört man skandinavische Seele an.

Auf Sylt stellt die 44-Jährige am Freitag, 9. September, im Kulturhaus Sylt ihre neue CD „Human“ vor. Im Interview spricht die fröhliche Musikerin über angepasste Menschen und darüber, welche neuen Seiten sie an ihren Mann entdeckt hat.

Frau Löwenmark, warum lohnt es sich, am Freitag in den Friesensaal nach Keitum zu kommen und Ihnen zu lauschen?

Wenn die Menschen dort vorbeikommen, werden sie meine Interpretation des Windes hören, die es auf Sylt noch nicht gibt – und das, obwohl es dort viele Arten von Wind gibt.

Worauf können sich die Zuschauer freuen, was werden Sie spielen?

Ich spiele eine Mischung aus Weltmusik, Popmusik und schwedischen Volksliedern. In englischer, schwedischer und deutscher Sprache ...

Müssen die Zuhörer Schwedisch können, um Ihre Lieder zu verstehen?

Nein, ich denke, Sie verstehen es trotzdem, denn es geht ja letztendlich um die Musik. Aber ich erkläre die Texte auch gern und im CD-Booklet stehen die Übersetzungen.

Mit wie vielen Leuten stehen Sie beim Konzert auf Sylt auf der Bühne?

Wir kommen im Trio dieses Mal, weil wir sehr gut eingespielt sind. Mein Mann, [der vom Tingvall Trio bekannte Schlagzeuger Jürgen Spiegel, der mehrfacher Echo-Preisträger ist, Anm. d. Red.] der auch der Produzent der CD ist, spielt Schlagzeug, Nils Westermann ist an der Gitarre und ich spiele Klavier und singe natürlich.

Spielen Sie ausschließlich Stücke vom neuen Album?

Ja, wir spielen hauptsächlich die Sachen von der Platte „Human“, aber ich würde auch gerne noch ein Stück von Fjarill singen.

Wie sind Sie auf das Thema des Albums gekommen?

Ich bin superinteressiert an den Menschen – sie sind so spannend. Weil wir alle so ähnlich sind und die gleichen Grundbedürfnisse haben – und trotzdem ist jeder sein eigener Cocktail, seine eigene DNA. Das ist es, was mich so fasziniert. Ich finde es wichtig, dass jeder Mensch das eigene, das er an sich hat, auch beibehält und nicht zu einer Maschine wird und nur gehorcht, und dass er sich treu bleibt, so wie er ist. Man denkt oft, man muss „so oder so“ sein, um irgendwo reinzupassen, aber das ist alles nur Quatsch!

Wann entstehen Ihre Texte?
Ich schreibe sie eher, wenn es ruhig ist draußen. In den Abendstunden.

Wie hat die Zusammenarbeit mit Ihrem Mann Jürgen Spiegel funktioniert?
Es war angenehm und harmonisch sowie anstrengend zugleich. Ich denke, durch die Reibung kommt man weiter und entwickelt sich auch. Ich habe während der Arbeit mit Jürgen auch viel von ihm gelernt – neue Seiten entdeckt, die ich als Partner nicht so an ihm gekannt habe. Es ist etwas anderes, wenn man als Kollegen zusammenarbeitet, dadurch habe ich seine Kompetenzen als Musiker auch mehr gesehen und geschätzt. Das fand ich schön, es war eine wirklich tolle Arbeit – auch für die Beziehung.

Waren Sie schon auf Sylt?

Nein, noch nie. Meine Vorstellung von der Insel sind bisher weiße Strände, schicki-micki Publikum, die Sansibar und diese Kurwochen ... (lacht)


Karten für das Konzert im Keitumer Friesensaal am Freitag, 9. September, um 20 Uhr gibt es im VVK für 18 Euro an allen Sylter Vorverkaufsstellen und für 21 Euro an der Abendkasse.

Kulturpate für das Konzert ist Syltfunk – Sölring Radio.


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erstellt am 07.Sep.2016 | 04:14 Uhr

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