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Sylter Rundschau

22. Oktober 2014 | 06:46 Uhr

Rettungscorps beklagt Mitgliederverlust

vom

Nach der jüngsten Kameradschaftssitzung traten fünf Mitglieder aus / Vorstand hält an Bedarf für neues Einsatzfahrzeug fest

Westerland | Es herrscht Unruhe im Freiwilligen Rettungscorps Westerland: Nach der letzten Sitzung der Lebensretter beendeten mindestens fünf Kameraden aus Protest ihre Mitgliedschaft. Unter ihnen befinden sich auch jeweils ein Mitglied des Vorstandes und des erweiterten Vorstandes. Die Austritte der teilweise langjährigen Mitglieder werden von Beteiligten als Nachwehen des Führungswechsels im Januar diesen Jahres gewertet.

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Im Gespräch mit der Sylter Rundschau zeigte sich der 1. Vorsitzende des Rettungscorps, Uwe Schambortski, über die Abgänge betrübt: "Bisher sind mir fünf Austritte bekannt - das hat mir schon Magenschmerzen bereitet." Dem Rettungscorp blieben damit noch 30 Mitglieder, von denen 20 aktiv zur Wasserrettung bereitstünden, so Schambortski.

Bereits während der Gemeindevertretersitzung waren öffentlich Zweifel geäußert worden, dass ein durch Austritte geschwächtes Rettungscorps noch Anspruch auf öffentliche Mittel in Höhe von 30 000 Euro habe. Mit dem Geld wollen die Lebensretter ein Einsatzfahrzeug anschaffen. "Die Rede war da von 13 ausgetretenen Kameraden - das war so nicht richtig", sagte der 1. Vorsitzende. Und auch nach dem Bekanntwerden der tatsächlichen Abgänge, hält der Rettungscorpschef den angemeldeten Bedarf für gerechtfertigt.

Uwe Schambortski hatte sich im Frühjahr knapp gegen seinen Mitbewerber Jörg Ohde durchsetzen können. Zuvor war Peter "Petje" Petersen, der dem Traditionsverein seit 16 Jahren vorstand, aus Altersgründen nicht mehr angetreten. Unter den jetzt Ausgeschiedenen ist auch der ehemalige Gegenkandidat Jörg Ohde, der seit 26 Jahren Mitglied ist und sich seit neun Jahren als 2. Vorsitzender engagierte. Ohde bestätigte seinen Austritt, wollte sich zu den Gründen jedoch nicht äußern: "Ich glaube, dass der 1. Vorsitzende den Verein gut in die Zukunft führen wird."

Das Rettungscorps Westerland kooperiert als Verein mit der Westerländer Feuerwehr und gewährleistet so die Rettung in Küstennähe. Wer sich in der Wasserrettung engagieren möchte, für den führt damit kein Weg am Rettungscorps vorbei. Durch die Austritte verliert Westerland gut ausgebildete Lebensretter, die für den aktiven Dienst nicht mehr zur Verfügung stehen.

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erstellt am 18.Dez.2012 | 03:59 Uhr

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