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Sylter Rundschau

24. August 2016 | 04:35 Uhr

E-Mobilität auf Sylt : Politiker setzen Zeichen zur Förderung der E-Mobilität

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Im Umweltausschuss der Gemeinde Sylt einigten sich die Mitglieder auf Maßnahmen zur Unterstützung der strombetrieben Fahrzeuge.

Glaubt man der Berichterstattung der deutschen Medien, steht die Automobilindustrie vor einer Zeitenwende und den Elektroautos gehört die Zukunft. Gut für die Umwelt wäre das allemal - und die Voraussetzungen sind auf der Insel vor allem wegen der kurzen Wege ideal. Nun hat auch die Sylter Politik ein Signal zur Förderung der E-Mobilität auf der Insel gesetzt: Im Umweltausschuss der Gemeinde Sylt einigten sich die Mitglieder am vergangenen Montag auf Maßnahmen zur Unterstützung der strombetrieben Fahrzeuge. Dazu zählt unter anderem, dass auf öffentlichen Parkplätzen das Parken für die Spezialgefährte für eine Stunde sowie das Parken zum Laden an den frei zugänglichen Ladesäulen für sechs Stunden kostenfrei sein soll. Plug-in-Hybride, also Fahrzeuge mit einem herkömmlichen Verbrennungs- und einem Elektromotor, sind davon ausgeschlossen. Außerdem sollen als Dienstfahrzeugen für den Inselbetrieb vorrangig rein elektrisch betriebene Fahrzeuge angeschafft werden, um zur CO2-Minderung und damit zum Klimaschutz beizutragen.

Auf Sylt wird bereits viel in E-Mobilität investiert: Zehn öffentliche Ladestationen verteilen sich in allen Inselorten, zum Beispiel in Rantum an der Sansibar, in Hörnum am Hafen und in List bei den Naturgewalten. Das ist eine Station alle zehn Quadratkilometer. Zum Vergleich: Im Kreis Nordfriesland gibt es lediglich alle 33 Quadratkilometer eine „Tankstelle“. Außerdem hat die Sylter Verkehrsgesellschaft (SVG) einen Elektrobus für den Linienbetrieb bestellt, nachdem diese im vergangenen Jahr auf der Insel mit Erfolg getestet worden waren. Voraussichtlich im August soll der E-Bus bei der SVG dauerhaft eingesetzt werden.

Bereits im Oktober 2014 hatte zudem ein bundesweit operierendes Carsharing-Unternehmen angefragt, auf der Insel zwei Elektroautos mit eigener Ladesäule einzurichten. Diese Anfrage möchte Günther Thomas nun weiter vorantreiben: In ihrer Sitzung einigten sich die Mitglieder des Ausschusses darauf, dass die Einnahmen, die das Car-Sharing-Unternehmen für die Parkplätze bezahlen muss, in weitere Ladestationen auf der Insel investiert würden. Denn billig sind die besonderen Stationen nicht: Rund 10  000 Euro kostet so eine „Tankstelle“ für Elektroautos.

Dass die Zeitenwende hin zum E-Mobil bei der Bevölkerung – sowohl in ganz Deutschland, als auch auf der Insel – schleppend verläuft, zeigen die Zahlen der angemeldeten Autos: Bei Insgesamt 11  052 zugelassenen Sylter Autos sind „aktuell etwa 30 Elektroautos zugelassen, dazu kommen noch 30 Fahrzeuge in der Vermietung“, erklärt der Klimaschutzmanager. Denn obwohl viele Auto-Hersteller und auch die Energieversorgung Sylt (EVS) dem Käufer bei der Anschaffung eines Elektroautos entgegen kommen, hat sich der Trend noch nicht beim Kunden durchgesetzt.

Das könnten die Maßnahmen zur Unterstützung der E-Mobilität durch die Gemeinde Sylt nun vorantreiben. Den endgültigen Entschluss über die Maßnahmen zur Unterstützung der E-Mobilität wird allerdings von den Politikern in der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag, 17. März, entschieden. Wenn die Pläne, die der Umweltausschuss absegnet hat, dann auch bei den Gemeindevertretern Anklang finden, soll die Förderung der E-Mobilität in eine erste Testphase gehen. „Der E-Mobilität gehört die Zukunft und ihre Entwicklung wird weitergehen“, sagt Klimaschutzmanager Thomas bestimmt, „auf der Insel können wir nun überlegen ob wir mitmachen wollen oder stehen bleiben“.




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Sylter Rundschau-Redakteurin Julia Nieß von
erstellt am 02.Mär.2016 | 05:03 Uhr

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