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Sylter Rundschau

27. Juni 2016 | 18:50 Uhr

Neues Jahr in der Zeit des Umbruchs

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Ein außergewöhnliches, ein anstrengendes, ein dramatisches Jahr 2015 liegt hinter uns – für die gesamte Welt, für Deutschland und selbst für Sylt. Verglichen mit grausamen Terroranschlägen, schier endlosen Kriegen und Flüchtlingselend oder dem drohenden Zerfall der Europäischen Union sind unsere Probleme zwar klein, unsere Sorgen überschaubar. Doch auch auf unserer Insel hinterlässt 2015 mehr als nur einen faden Beigeschmack. Es gab zahlreiche Streitereien, und so manche, oft mit harten Bandagen geführte Auseinandersetzung.

Der lang andauernde Parteienzwist im Inselsüden erreichte seinen neuen traurigen Höhepunkt mit einer Strafanzeige gegen Hörnums Bürgermeister Rolf Speth. Der forsche Start des neuen Bürgermeisters der Gemeinde Sylt, Nikolas Häckel, verursachte heftige Widerstände in der Politik und große Verunsicherung in der Verwaltung. Und dass in Sachen Bahnanbindung – sei es der Autozug oder der Personenverkehr – in Kiel, Hamburg oder Berlin, nur nicht auf der Insel selbst entschieden wurde, sorgte bei vielen für ohnmächtige Wut.

Ja, wir leben in Zeiten des Umbruchs, der Veränderungen, der Herausforderungen. Das kann man beklagen, das kann man aber auch als neue Chance sehen. Doch dafür braucht es Mut und Engagement, wie es zum Beispiel erfreulich viele Sylter bei der Betreuung der Flüchtlinge zeigen. Über politische Entscheidungen nur zu fluchen und zu jammern, hilft niemanden. Wer, wenn denn nicht wir Bürger selbst, können bestimmen, wo es wie lang geht. Und das nicht nur alle vier Jahre an den Wahlurnen, sondern durch aktives Handeln und konstruktives Mitwirken.

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erstellt am 09.Jan.2016 | 00:38 Uhr

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